{"id":4099,"date":"2026-06-05T15:30:10","date_gmt":"2026-06-05T13:30:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vrienden-miekemosmuller.nl\/?p=4099"},"modified":"2026-06-05T15:30:10","modified_gmt":"2026-06-05T13:30:10","slug":"wissenschaft-eine-verspaetete-reflexion","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vrienden-miekemosmuller.nl\/de\/wissenschaft-eine-verspaetete-reflexion\/","title":{"rendered":"Wissenschaft, eine versp\u00e4tete Reflexion"},"content":{"rendered":"<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-4100\" src=\"https:\/\/www.vrienden-miekemosmuller.nl\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/E5BF62BA-AD4D-45A4-8879-0C0481C96E75_4_5005_c.jpeg\" alt=\"\" width=\"232\" height=\"266\" \/><\/p>\n<p>In den 1990er Jahren schloss ich ein Universit\u00e4tsstudium der Elektro- und Informationstechnik erfolgreich ab. Ich belegte Dutzende von Kursen und Praktika, tauchte v\u00f6llig in das universit\u00e4re Wissen ein. Was ich aber im Nachhinein nicht nur als bemerkenswert, sondern auch als weitgehend pr\u00e4gend f\u00fcr mich ansehen muss, ist, dass es keinerlei Reflexion \u00fcber die angewandte naturwissenschaftliche Methode gab. Bereits in der Sekundarschule wurde man in die Grundlagen dieser Methode eingef\u00fchrt. Aber dass diese Methode auch ihre Grenzen haben kann, wurde in keinem Fach gelehrt, es gab keine Besinnung darauf.<\/p>\n<p>Eine Folge davon war, dass ich w\u00e4hrend meines Studiums alles, was nicht den Regeln der Naturwissenschaft entsprach, bestenfalls nicht ernst nehmen konnte, manchmal aber auch geradezu l\u00e4cherlich fand.(1) Damit verbunden war eine Art Kampf mit meinen Kommilitonen dar\u00fcber, wer der Kl\u00fcgste ist. Ich habe mich eigentlich nie richtig mit meinen Kommilitonen unterhalten, sondern oft mit ihnen gestritten. Und wenn jemand etwas sagte, das nicht wissenschaftlich war, hat man so lange Fragen gestellt, bis man einen Widerspruch in der Aussage des anderen fand. Damit hat man dann wieder seinen eigenen Standpunkt bewiesen. Und wenn die andere Person doch Recht hatte? Dann w\u00fcrdest du nach dem Gespr\u00e4ch immer noch dar\u00fcber nachdenken, warum du Recht hattest und was du h\u00e4ttest sagen sollen. Sehen Sie hier in aller K\u00fcrze das Innenleben eines \u201eElektro-Nerds\u201c, der in einem einseitigen System aufgewachsen ist, das keine Selbstreflexion zul\u00e4sst&#8230;<\/p>\n<p>Besinnung also.<\/p>\n<p>Die Besinnung kam, nicht durch die Wissenschaft, sondern durch anhaltende R\u00fcckschl\u00e4ge im pers\u00f6nlichen Leben. Das warf Fragen auf, auf die mir die Wissenschaft keine sinnvollen Antworten bot. Ich brauchte echte Antworten, Antworten mit Tragweite, Antworten, die das ganze Menschsein ansprachen. Die Suche nach solchen Antworten verlief ganz allm\u00e4hlich und f\u00fchrte mich \u00fcber Milan Kundera, Hermann Hesse, Carl Gustav Jung u.a. schlie\u00dflich zur Anthroposophie Rudolf Steiners. Und nachdem ich zuvor \u00fcber 10 Jahre lang als Forscher in physikalischen Labors gearbeitet hatte, lernte ich dadurch eine andere Art des Forschens kennen, n\u00e4mlich die Forschungsmethoden der anthroposophischen Wissenschaft. Von da an habe ich beide Forschungsmethoden nebeneinander angewandt und habe seither jahrelange Erfahrungen mit beiden gesammelt. Aber es gibt Unterschiede zwischen den Forschungsmethoden.<\/p>\n<p>Um diese herauszuarbeiten, werfen wir zun\u00e4chst einen Blick auf den Hauptbegr\u00fcnder der naturwissenschaftlichen Methode, Francis Bacon (1561-1626). In seinem Werk Novum Organum tobt er, so k\u00f6nnte man fast sagen, gegen die Zuschreibung von Wirklichkeitswert an das Denken. Auch heute noch ist die Auffassung des modernen Wissenschaftlers, dass die Welt, wie er sie wahrnimmt, vollst\u00e4ndig ist. Das Denken darf nur das in einen Zusammenhang bringen, was die Wahrnehmung als vollst\u00e4ndige Wirklichkeit zeigt, vorzugsweise in Form von Formeln, Gleichungen und Ursache-Wirkungs-Beziehungen.<\/p>\n<p>Nun ist dies nat\u00fcrlich nur eine Sichtweise auf die Wirklichkeit, und andere Gr\u00f6\u00dfen in der Geistesgeschichte der Menschheit haben das Denken ganz anders betrachtet. Denken Sie an gro\u00dfe Philosophen wie Platon und Thomas von Aquin, die der Idee oder dem Begriff einen Realit\u00e4tswert zugeschrieben haben. Und anstatt sich f\u00fcr das eine oder das andere entscheiden zu m\u00fcssen, war es Rudolf Steiner, der den Wert beider Ansichten f\u00fcr die Wissenschaft aufzeigte. Steiner zeigt in seinen erkenntnistheoretischen Arbeiten \u00fcber Goethe,(2) wie Goethe als Naturwissenschaftler vorgegangen ist, dass der Begriff durchaus einen Realit\u00e4tscharakter hat. Aber es gibt einen Unterschied in der Wirksamkeit des Begriffs bei toter und lebendiger Materie.<\/p>\n<p>Bei der toten Materie wirken die Begriffe von au\u00dfen auf die Gegenst\u00e4nde ein. Das bedeutet ganz konkret, dass die naturwissenschaftliche &#8211; an Bacon angelehnte &#8211; Methode hier angebracht ist. Die Begriffe (Gesetze) bringen die Erscheinungen der physikalischen Welt miteinander in Einklang. Man denke z.B. an das Newtonsche Gravitationsgesetz, das die Anziehungskraft zwischen zwei Objekten mit den Massen m1 und m2 und dem Abstand r zwischen ihnen bestimmt. Bei der lebendigen Materie wirken die Begriffe jedoch nicht von au\u00dfen auf die Objekte ein, sondern wirken in den Objekten, die Begriffe formen sozusagen die Objekte. Man kann nun also nicht mehr die Erscheinungen der physikalischen Welt, wie sie in der Wahrnehmung auftreten, benutzen, um zu den Begriffen zu gelangen, sondern man muss nun die in der Wahrnehmung wirkenden Begriffe finden. Ein Beispiel daf\u00fcr sind die in der Pflanze gew\u00f6hnlichem Greiskraut wirkenden Begriffe wie eine erst zunehmende und dann abnehmende Differenzierung der Laubblattform vom unteren Laubblatt zum oberen Laubblatt und die zunehmende Steifigkeit der Laubblattform zu den oberen Laubbl\u00e4ttern hin.(3) Die ultimative Aufgabe der Wissenschaft (sowohl f\u00fcr die tote als auch f\u00fcr die lebende Materie) ist es, alle Erscheinungen des Kosmos durch Begriffe in einen Zusammenhang zu bringen.<\/p>\n<p>Noch immer kann man Steiners Ansicht als eine weitere neue Meinung ansehen, die zwar die Ansichten von Bacon und Platon \/ von Aquino zu einer h\u00f6heren Synthese formt, aber warum sollte das jetzt wahr sein? Dies scheint mir ein guter Ausgangspunkt f\u00fcr einen unvoreingenommenen Forscher zu sein, denn die Realit\u00e4t der Begriffe ist f\u00fcr den Menschen zun\u00e4chst einmal nicht erfahrbar. Hier geht es darum, diese Sichtweise f\u00fcr sich selbst auszuprobieren, so dass die Realit\u00e4t der Begriffe zur eigenen Erfahrung wird. Der Weg dorthin f\u00fchrt \u00fcber Konzentration und Meditation, ein Weg, der in unserer Zeit am deutlichsten von Mieke Mosmuller zum Ausdruck gebracht wurde. In ihrem umfangreichen Werk finden sich zahlreiche Beispiele f\u00fcr den Weg zum Erleben dessen, was ich in diesem Zusammenhang als \u201elebendige Begriffe\u201c bezeichnen w\u00fcrde.(4)<\/p>\n<p>Das ist die eine Seite der Sache, und die Realit\u00e4t der Begriffe durch Konzentrations- und Meditations\u00fcbungen selbst zu \u00fcberpr\u00fcfen, ist der sicherste Weg, sich von Steiners Anschauung zu \u00fcberzeugen. Auf der anderen Seite kann man aber auch sehen, ob Steiners Sichtweise Licht auf bestimmte Erfahrungen wirft, die mit der naturwissenschaftlichen Methode gewonnen wurden.<\/p>\n<p>Die Naturwissenschaft ist zum ewigen Zweifel verurteilt: Seit Karl Popper gilt die Falsifizierbarkeit,(5) d.h. eine wissenschaftliche Theorie kann niemals bewiesen werden, es kann nur gezeigt werden, dass eine bestimmte Theorie falsch ist. Nun gibt es eine Erfahrungsregel, dass die Gesetze z.B. der Astronomie und der Physik (kaum oder) nicht ver\u00e4nderbar sind, w\u00e4hrend die Erkenntnisse dar\u00fcber, welche Art von Nahrung f\u00fcr den Menschen gesund ist, viel st\u00e4rker angezweifelt werden. Ich hatte einmal eine Diskussion dar\u00fcber mit einem Wissenschaftlerkollegen, der dieser Tatsache zwar zustimmte, sie aber mit dem Hinweis abtat, dass es um den \u201cneuesten Stand der Wissenschaft\u201d ginge. Durch Steiners Erkenntnisse f\u00e4llt jedoch ein anderes Licht auf diese Angelegenheit, denn Physik und Astronomie geh\u00f6ren zur Wissenschaft der toten Materie und die Gesundheit der Nahrung f\u00fcr den Menschen geh\u00f6rt zur Wissenschaft der lebendigen Materie. Dass in letzterer die Erkenntnisse viel st\u00e4rker dem Wandel unterworfen sind, kommt also von der Anwendung einer ungeeigneten Untersuchungsmethode.<\/p>\n<p>Finden wir in der Naturwissenschaft den ewigen Zweifel, so gilt in der Wissenschaft der lebendigen Begriffe im Gegensatz dazu die Gewissheit. Mieke Mosmuller schreibt,(6) dass man sich erst in das Reich der lebendigen Begriffe hinaufarbeiten muss (ein innerer Bewusstseinszustand, der durch genau definierte Konzentrations- und Meditations\u00fcbungen zu erreichen ist und der niemals von Natur aus gegeben ist), und dass man bei der Beobachtung eines Gegenstandes in diesem Bewusstseinszustand den zur Beobachtung geh\u00f6renden \u201crichtigen\u201d Begriff in der Hingabe erh\u00e4lt. Man braucht also nichts auszudenken, man denkt die Begriffe schauend. Es sollte jedoch erw\u00e4hnt werden, dass der Prozess des Erkennens kein sich von selbst einstellendes Wunder ist, sondern dass man nur die Begriffe anschauend denken kann, \u00fcber die man bereits verf\u00fcgt, so dass das Studium ein wichtiges Element bleibt.<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<\/p>\n<p>Die naturwissenschaftliche Methode ist durch zwei bekannte Einseitigkeiten gekennzeichnet. Sie kennt zum Beispiel nur die Analyse und nicht die Synthese. Au\u00dferdem dr\u00fcckt sie alles quantitativ (in Zahlen) aus und nimmt keine R\u00fccksicht auf qualitative Aspekte, bzw. dr\u00fcckt diese in Mengen aus. Diese Einseitigkeiten sind nat\u00fcrlich Faktoren, die die Wirksamkeit der Methode einschr\u00e4nken.<\/p>\n<p>Bei der Analyse werden die Objekte in immer kleinere Teile zerlegt. Zusammenh\u00e4nge k\u00f6nnen jedoch nicht direkt gefunden werden. Und so r\u00fcckt auch eine m\u00f6gliche Synthese in immer weitere Ferne, je mehr die Welt in immer unzusammenh\u00e4ngendere Teile zerlegt wird. Es werden dann Werkzeuge wie die Statistik eingesetzt, aber es gibt auch kluge Geister, die bestimmte Zusammenh\u00e4nge postulieren. Wie dem auch sei, es gibt keine Gewissheit in der Synthese. Wenn wir die Sichtweise Steiners betrachten, dann haben wir durch die lebendigen Begriffe &#8211; die die Gesetze sind, wie die Erscheinungen zusammenh\u00e4ngen &#8211; eine direkte und genaue Methode der Synthese zur Verf\u00fcgung. Damit k\u00f6nnte die Wissenschaft einen gro\u00dfen Sprung machen.<\/p>\n<p>Aufgrund des rein quantitativen Aspekts der Wissenschaft ist ein gro\u00dfer und meiner Erfahrung nach wesentlicher Teil der menschlichen Erfahrung der Wissenschaft nicht zug\u00e4nglich.<\/p>\n<p>Denken Sie zum Beispiel an die Erfahrungen, die Sie mit Kunstwerken, mit einem Sonnenuntergang, mit einem Gespr\u00e4ch von Herz zu Herz mit Ihrem Mitmenschen machen k\u00f6nnen. Die Wissenschaft tut dies mit dem Hinweis ab, dass diese Erfahrungen subjektiv sind und daher nicht erforscht werden k\u00f6nnen. Das ist einerseits eine berechtigte Einschr\u00e4nkung des Einsatzes der naturwissenschaftlichen Methode. Auf der anderen Seite hat es aber auch erhebliche Konsequenzen. Denn da im Hintergrund immer ein Wahrheitsanspruch steht (siehe auch n\u00e4chster Absatz, GH), ein Anspruch, die gesamte Sch\u00f6pfung zu verstehen, wird damit jede subjektive menschliche Erfahrung als nicht existent abgetan. Und der gelegentliche Versuch der Wissenschaft, die subjektiven Erfahrungen des Menschen nicht zu ignorieren, sondern in Zahlen auszudr\u00fccken, hat als Symptom eine Studie, von der ich einmal in der Zeitung gelesen habe, in der der Wert eines Menschenlebens auf 300.000 Dollar gesch\u00e4tzt und als solcher von dem angewandten mathematischen Modell verwendet wurde. Dar\u00fcber hinaus ist jedoch anzumerken, dass es qualitative (als Gegenst\u00fcck zur quantitativen) Forschung \u00fcber subjektive menschliche Erfahrungen gibt. Und ein klarer Beweis f\u00fcr die objektive Seite solcher Forschungen ist, dass die Farbenlehren von Goethe(7) und Itten(8) in der Praxis von K\u00fcnstlern angewandt werden, die die Wirkung von Farben und Farbkombinationen auf den Menschen nutzen, um mit ihren Gem\u00e4lden bewusst bestimmte Effekte zu erzielen.<\/p>\n<p>Nun gibt es trotz der oben genannten Einschr\u00e4nkungen eine Zweideutigkeit im Umgang mit der Wahrheit in der Wissenschaft. Denn w\u00e4hrend sich die Wissenschaftler einerseits dar\u00fcber im Klaren sind, dass ihre Theorien nicht bewiesen werden k\u00f6nnen und die naturwissenschaftliche Methode eine Einseitigkeit aufweist, herrscht andererseits der scheinbar (teilweise) unbewusste Glaube, dass die Theorie entweder doch richtig oder das Beste ist, was man tun kann. Indirekt wird also doch ein Wahrheitsanspruch erhoben. (Und dass dieser Anspruch erhoben wird, kann man sehr gut erleben, wenn man beginnt, einem Wissenschaftler Fragen zu seiner wissenschaftlichen Methode zu stellen. Dann kann der sonst so ruhige und besonnene Wissenschaftler pl\u00f6tzlich mit enormer Vehemenz seine Methode verteidigen). Dar\u00fcber hinaus wird (de facto) ein Ausschlie\u00dflichkeitsanspruch erhoben, dass nur die naturwissenschaftliche Methode zur Gewinnung wissenschaftlicher Erkenntnisse herangezogen werden kann.<br \/>\nGeht man vom Wissenschaftler zu den staatlichen Entscheidungstr\u00e4gern \u00fcber, so scheinen letztere die naturwissenschaftliche Methode \u00fcberhaupt nicht in Frage zu stellen. Mathematische Modelle werden in gro\u00dfem Umfang zur Gestaltung der \u00f6ffentlichen Politik eingesetzt. Denken Sie an die Corona-Zeit oder an das, was gegenw\u00e4rtig als globale Erw\u00e4rmung bezeichnet wird. Vielleicht ist es angebracht, \u00fcber Letzteres nachzudenken. Die globale Erw\u00e4rmung h\u00e4ngt von sehr vielen Faktoren ab und wird durch das gesamte \u00d6kosystem der Erde und seine Interaktion mit dem Kosmos bestimmt. Der IPCC &#8211; der die Modelle erstellt, die die \u00f6ffentliche Politik bestimmen &#8211; will diese sehr komplexe Erw\u00e4rmung modellieren, und da, wie wir bereits gesehen haben, die Naturwissenschaft nicht genau bestimmen kann, wie die Faktoren zusammenwirken, schafft sie ein riesiges Netz von \u201eHypothesen, Annahmen, Beziehungen, Parametrisierungen und Stabilit\u00e4tsbeschr\u00e4nkungen usw.\u201c.(9) Wenn dann auch noch Vorhersagen f\u00fcr Jahrzehnte in die Zukunft gemacht werden, sollte man wissen, wie wackelig das Ganze ist. Damit sind wir bei der Schlussfolgerung angelangt. Man k\u00f6nnte das Schreiben vielleicht als eine Anklage gegen die naturwissenschaftliche Methode lesen. Das war nicht meine Absicht. Ich habe in dieser Schrift deutlich auf den Wert der naturwissenschaftlichen Methode hingewiesen und darauf, wo sie fruchtbar eingesetzt werden kann. Die Anklage richtet sich gegen die allumfassende Art und Weise, in der die Methode in unserer Zeit eingesetzt wird, ohne die Methode selbst in Frage zu stellen, und dar\u00fcber hinaus gegen den ungerechtfertigten Wahrheits- und Exklusivit\u00e4tsanspruch, der bewusst oder unbewusst erhoben wird. Die L\u00f6sung der Probleme ist in dieser Schrift ebenfalls angedeutet worden, n\u00e4mlich dass die Forscher sich ernsthaft bem\u00fchen sollten, in das Gebiet der lebendigen Begriffe vorzudringen und so eine wirkliche und angemessene Metamorphose in der Wissenschaft der lebendigen Materie in unserer Zeit herbeizuf\u00fchren. Und mit diesem Herzensruf m\u00f6chte ich meine \u00dcberlegungen abschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr \/>\n<p>1 Meine pers\u00f6nlichen Erfahrungen spiegeln sich hier wider, weil ich glaube, dass sie f\u00fcr viele Studenten der Naturwissenschaften, die ich getroffen habe, charakteristisch waren.<br \/>\n2 Rudolf Steiner, <em>Einleitungen zu Goethes Naturwissenschaftlichen Schriften.<\/em><br \/>\n3 J. Bockem\u00fchl, <em>Eine neue Sicht der Vererbungserscheinungen, Elemente der Naturwissenschaft<\/em> 100, S. 48-56, 2014, zeigt die Laubbl\u00e4tter (von unten nach oben) verschiedener gew\u00f6hnlicher Greiskr\u00e4uter.<br \/>\n4 Mieke Mosmuller, <em>Suche das Licht, das im Abendlande aufgeht<\/em> und <em>Meditation<\/em>.<br \/>\n5 Wikipedia Dec. 2023, \u201eFalsifizierbarkeit\u201c; der Falsifikationismus wurde von Karl Popper begr\u00fcndet.<br \/>\n6 Mieke Mosmuller, <em>Suche das Licht, das im Abendlande aufgeht<\/em>, 1994, S. 158 ff.<br \/>\n7 Johann Wolfgang von Goethe, <em>Farbenlehre<\/em>.<br \/>\n8 Johannes Itten, <em>Kunst der Farbe<\/em>.<br \/>\n9 Zitiert in <em>Der Europ\u00e4er<\/em>, Jahrgang 28, November 2023, S. 9.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In den 1990er Jahren schloss ich ein Universit\u00e4tsstudium der Elektro- und Informationstechnik erfolgreich ab. 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