{"id":3680,"date":"2020-01-18T00:00:00","date_gmt":"2020-01-17T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vrienden-miekemosmuller.nl\/london-calling-auf-den-spuren-von-walter-johannes-stein\/"},"modified":"2025-06-22T15:09:55","modified_gmt":"2025-06-22T13:09:55","slug":"london-calling-auf-den-spuren-von-walter-johannes-stein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vrienden-miekemosmuller.nl\/de\/london-calling-auf-den-spuren-von-walter-johannes-stein\/","title":{"rendered":"London calling. Auf den Spuren von Walter Johannes Stein"},"content":{"rendered":"<p><strong>1<br \/>\n<\/strong>Seit dem Erscheinen von <em>On the origin of species<\/em> (London 1859) hat Charles Darwins Evolutionstheorie unser Selbstbild gepr\u00e4gt \u2013 in erster Linie nat\u00fcrlich wegen des Blickes auf unsere leibliche Abstammung einschlie\u00dflich der Verwandtschaft mit den Primaten, daneben aber auch durch die Inspiration, die Philosophen und Psychologen Darwins Darstellung entnahmen. Auch die Weise, in der wir unser <em>Denken<\/em> betrachten, und der Status, den wir <em>unseren Begriffen<\/em> zuerkennen, sind durch die Rezeption von Darwins Hauptwerk geformt.<\/p>\n<p>Nahezu Gemeingut ist ja die \u00dcberzeugung, dass das Denken, wie alles in der Evolution, ein Nebenprodukt sei, die Resultate eines blinden Selektionsprozesses. Die durch dieses Denken entstandenen Begriffe w\u00fcrden insoweit etwas \u00fcber die Wirklichkeit sagen, dass sie \u2013 zeitweilig, bis das Gegenteil bewiesen ist \u2013, nicht in Konflikt mit ihr geraten und so fortbestehen k\u00f6nnen. Das Wesentlichste ist ihre Funktionalit\u00e4t: Begriffe sind Erfolgsfaktoren im Leben, Mittel, die uns in der Welt weiterhelfen. Wirkt eins nicht, dann wirkt das andere.<\/p>\n<p>Unter explizitem Verweis auf Darwin ist dieser Ideenkomplex am deutlichsten auf der anderen Seite des Atlantischen Ozeans ausgesprochen worden, in der Variante des amerikanischen Pragmatismus. Die Entstehungsgeschichte dieser philosophischen Str\u00f6mung ist fesselnd, und es ist leicht, die <em>openmindness<\/em>, den Optimismus und die Anspruchslosigkeit am Pragmatismus zu bewundern.<sup>2<\/sup> Allein schon darum hat die Vertiefung in diesen einen p\u00e4dagogischen Wert. Zugleich \u2013 und in dieser Hinsicht reicht die P\u00e4dagogik tiefer \u2013 hat das Denken hier eine Art Nullpunkt erreicht, an dem es, wenn es sich ernst nehmen will, nicht vorbeigehen kann. Der Pragmatist William James sagte in einer seiner Harvard-Vorlesungen: ,Common sense is better for one sphere of life, science for another, philosophical criticism for a third; but whether either be truer absolutely, Heaven only knows.\u2019<sup>3<\/sup> (Die Publikation dieser Vorlesungsreihe widmete James dem englischen Philosophen John Stuart Mill, der 1806 in London geboren worden war).<\/p>\n<p><strong>2<\/strong><br \/>\nDass er zwei Jahrzehnte sp\u00e4ter in das Vereinigte K\u00f6nigreich emigrieren und f\u00fcr immer in London wohnen w\u00fcrde, konnte der \u00f6sterreichische Mathematik und Physikstudent Walter Johannes Stein 1912 nicht ahnen. Auf dem Schreibtisch seiner Mutter zu Hause in Wien lag ein Exemplar von Rudolf Steiners <em>Die Geheimwissenschaft im Umri\u00df<\/em>, ein anthroposophisches Buch, in dem die Entwicklung der Erde, die Evolution des Menschen und dessen verschiedenen Kulturepochen dargestellt wurden. Er \u00f6ffnete es, begann zu lesen und wusste: Wenn diese Betrachtungen wahr sind, muss ich sie mir zu eigen machen; sind sie unwahr, dann muss ich sie aufs \u00e4u\u00dferste bek\u00e4mpfen. Ein Jahr lang studierte er alles, was er an B\u00fcchern und Vortr\u00e4gen Steiners in die H\u00e4nde kriegen konnte, oft zehn Stunden pro Tag, sie innerlich auf Gewissenhaftigkeit und eventuelle moralische oder wissenschaftliche M\u00e4ngel pr\u00fcfend. Im Laufe dieses Jahres stellte er fest: ,Wenn es Phantasie ist, so hat <em>diese<\/em> Phantasie die Welt erschaffen.\u2019<sup>4<\/sup><\/p>\n<p>Wir d\u00fcrfen uns nicht vorstellen, dass Stein mit dieser Feststellung so etwas wie <em>intelligent design<\/em> meinte. Das ist die Auffassung, in der eine Zweckm\u00e4\u00dfigkeit auf die Natur projiziert wird, wonach aus dieser Gesetzm\u00e4\u00dfigkeit <em>abgeleitet<\/em> wird, dass ein Plan zugrunde liegen m\u00fcsse, entworfen von einem Planer. Das Gebiet des spekulativen Verstandes wird hier nicht verlassen. Nein, Stein meinte etwas anderes, n\u00e4mlich dass die Intelligenz, die sich im Werk Rudolf Steiners entfaltete, das Bewusstsein, in dem sich Steiner w\u00e4hrend seiner Vortr\u00e4ge und beim Schreiben seiner B\u00fccher bewegte \u2013 dass darin, in dieser Aktivit\u00e4t, die ,Phantasie\u2019 zu finden war, die die ,Welt erschaffen hat\u2019. In diesem Fall h\u00e4tten wir es mit einem Denken zu tun, das die Evolution <em>umfasst<\/em>, statt dass es von der Evolution umfasst wird. Und dies in einem Menschen, einem Menschen zudem, der die M\u00f6glichkeit dessen nicht sich selbst vorbehalten sah und der in einer seiner fr\u00fchesten Publikationen geschrieben hatte: ,Das Gewahrwerden der Idee in der Wirklichkeit ist die wahre Kommunion des Menschen.\u2019<sup>5<\/sup><\/p>\n<p>Es waren ungef\u00e4hr diese oben genannten \u00dcberlegungen, die vor einigen Jahren mein Interesse f\u00fcr W.J. Stein weckten. Als letztes Jahr deutlich wurde, dass London das Sommerferienziel meiner Familie werden w\u00fcrde, stand fest, dass der Aufenthalt teilweise ein Besuch von Steins London werden sollte.<\/p>\n<p><strong>3<\/strong><br \/>\nEinige Monate nach Steins Bekanntschaft mit der <em>Geheimwissenschaft<\/em> folgte eine pers\u00f6nliche Begegnung mit deren Autor, als Rudolf Steiner zwei \u00f6ffentliche Vortr\u00e4ge in Wien hielt. Bei dieser Gelegenheit erkl\u00e4rte Stein dem Redner, dass er sein Sch\u00fcler werden wolle, worauf der Meister ihm riet, die Philosophen John Locke und George Berkeley zu lesen.<br \/>\n,Sie k\u00f6nnen doch Englisch. Sie werden das n\u00f6tig haben, wenigstens die Termini technici auf englisch nachzuschlagen. Diese beiden Philosophen gehen in einseitiger Weise vor. Locke bleibt bei dem sinnlich Gegebenen, Berkeley leugnet die Materie. Sie m\u00fcssen das Gleichgewicht zwischen beiden finden. Ich werde Ihnen noch weiteres angeben.\u2019<sup>6<\/sup> Aus der Verarbeitung dieser und weiterer Anweisungen entstand eine Dissertation, die zu einem wichtigen Teil zwischen dem Kanonendonner und den Granateneinschl\u00e4gen des Ersten Weltkrieges konzipiert wurde. In einem Brief von der Front berichtete Stein Steiner, welche Schwierigkeiten die Sprache von <em>Berkeleys Principles of human knowledge<\/em> ihm in den Weg gelegt hatte und wie dank deren Un\u00fcbersetzbarkeit in ihm die ,Achtung vor dem fremden Gedanken als ein Ehrfurchtserlebnis aufging\u2019.<sup>7<\/sup><\/p>\n<p>Die Publikation von Steins Dissertation fiel in dasselbe Jahr (1919) wie die Gr\u00fcndung der Waldorfschule in Stuttgart.<sup>8<\/sup> Auf Einladung Steiners durfte Stein als Hospitant bei den Kursen f\u00fcr die k\u00fcnftigen Lehrer anwesend sein, eine Periode von zweieinhalb Wochen, die er wie einen \u201ainneren Umschmelzungsproze\u00df\u2018 erlebte.<sup>9<\/sup> Er bekam unerwartet eine Vertretungsstelle und wurde schnell fester Lehrer f\u00fcr Geschichte und deutsche Literatur in den oberen Klassen. Nun brach eine besonders aktive Zeit f\u00fcr die Anthroposophie ein, eine Periode, die mit der Emigration nach England vierzehn Jahre sp\u00e4ter eine deutliche Z\u00e4sur hatte. Im R\u00fcckblick, im Licht der Umsiedlung nach London, fallen an diesen Jahren zwei Dinge auf. Das Erste ist Steins wachsendes Interesse f\u00fcr kulturellen und \u00f6konomische Entwicklungen in Bezug auf die ,Erde als Ganzes\u2019 (und insbesondere des Verh\u00e4ltnisses zwischen Ost und West), und das Zweite ist eine Einsicht in Bezug auf sein karmisches Verh\u00e4ltnis zu Francisco d\u2018Almeida (1450-1510), einem portugiesischen Edelmann, Soldat und Entdeckungsreisenden, der in gewissem Sinne am Beginn der fr\u00fchmodernen Zeit gestanden hatte.<sup>10<\/sup> Diese beiden Dinge haben miteinander zu tun.<\/p>\n<p>Nachdem er zu Beginn des 16. Jahrhunderts im Auftrag von K\u00f6nig Manuel I. einige Festungen in S\u00fcdwestindien gebaut hatte, wurde Dom Francisco d\u2018Almeida der erste Vizek\u00f6nig des ,Estado da \u00cdndia\u2019. \u00dcber eine Ansprache von ihm bei K\u00f6nig Nambeadora in Kochi schreibt ein moderner Historiker in einem neueren Buch: ,[T]he persuasive speech of Almeida, as reported by the historian Barros, contained another perhaps more far-sighted strand. He [Almeida] declared that \u201cthe principal intention of his king Don Manuel in making these discoveries was the desire to communicate with the royal families of these parts, so that trade might develop, an activity that results from human needs, and that depends on a ring of friendship through communicating with one another.\u201d It was a prescient awareness of the origins and benefits of long distance trade: the runaway train of globalisation that started with Vasco da Gama.\u2019<sup>11<\/sup><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img decoding=\"async\" style=\"display: block; margin-left: auto; margin-right: auto;\" src=\"https:\/\/www.vrienden-miekemosmuller.nl\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Flotte.jpg\" alt=\"Flotte\" \/><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\">Die siebente portugiesische Indien-Armada (von Almeida gef\u00fchrte Flotte von 1505), Livro de Lisuarte de Abreu, ca. 1565 (Pierpont Morgan Library, New York)<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img decoding=\"async\" style=\"display: block; margin-left: auto; margin-right: auto;\" src=\"https:\/\/www.vrienden-miekemosmuller.nl\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Almeida.jpg\" alt=\"Almeida\" \/><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\">Portr\u00e4t van Francisco d\u2019Almeida, unbekannter Meister nach 1545 (Museu Nacional de Arte Antiga, Lissabon)<\/span><\/p>\n<p>Ein Echo dieser Rede, dieser ,prescient awareness\u2019, findet sich in einem Artikel den Stein im Mai 1936 als Redakteur der von ihm in London gegr\u00fcndeten Zeitschrift <em>The present age schrieb.<\/em><sup>12<\/sup> Darin erz\u00e4hlt er, wie Almeidas Eroberungen in Indien durch Alfonso d\u2019Albuquerque zu bleibendem portugiesischem Besitz gemacht wurden. ,Thus there arose the world-embracing trade of modern time, which became a thing of far wider significance. Men of all nations took part in these voyages.\u2019 Er verfolgt, wie die Reise nach Indien durch die gro\u00dfen Ritterorden inspiriert war, ,all of which were cosmopolitan in character\u2019, Orden, die eine internationale Gemeinschaft im Geiste vertraten. Der Geist der modernen Zeit \u2013 die Ritterorden waren sein Instrument \u2013 hatte eine grunds\u00e4tzlich friedliche Tendenz, angesichts der Tatsache, dass sein Ziel weltweiter Verkehr und eine weltweite \u00d6konomie war. ,The spirit of the new age had in that time no other means of preparing the way for worldeconomy than by the sword of Chivalry.\u2019 Der Handel im Orient war in den H\u00e4nden der Araber und musste von ihnen erobert werden. Im Namen von Christus und mit der Macht des Schwertes wurden die Fundamente f\u00fcr die moderne Zeit gelegt. Nun jedoch war die Zeit gekommen, in der das Schwert zur Seite gelegt werden musste und in der die Erde zum Tr\u00e4ger einer Welt\u00f6konomie gemacht werden sollte, die alle Nationen umarmte. ,We must transmute the courage of the warriors of the fifteenth century, and the great sufferings of that time, into Thoughts no less worldembracing and courageous, but with full consciousness envisioning the aim of peace.\u2019<sup>13<\/sup> Der Titel dieses Artikels war ,Portugal as preparer for the British mission\u2019. Tats\u00e4chlich war es ein tief autobiografischer Artikel, bis in den Titel hinein: Die Schicksalsverwicklungen der Welt hingen mit denen der eigenen Individualit\u00e4t zusammen.<\/p>\n<p>In demselben Jahr (1936) fanden in Berlin die Olympischen Spiele statt. Eine Nazi-Zeitung rief die Berliner mit folgenden Worten auf, sich von ihrer besten Seite zu zeigen: ,Wir m\u00fcssen charmanter als die Pariser sein, leichtlebiger als die Wiener, lebhafter als die R\u00f6mer, <em>kosmopolitischer als die Londoner<\/em>, praktischer als die New Yorker.\u2019<sup>14<\/sup><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img decoding=\"async\" style=\"display: block; margin-left: auto; margin-right: auto;\" src=\"https:\/\/www.vrienden-miekemosmuller.nl\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Stein.jpg\" alt=\"Stein\" \/><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\">W. J. Stein um 1930<\/span><\/p>\n<p><strong>4<\/strong><br \/>\nTeilweise von ,j\u00fcdischem Blut\u2019, hatte Stein einige Monate nach Hitlers Ernennung zum Reichskanzler (Januar 1933) den definitiven Schritt nach Gro\u00dfbritannien gemacht.<br \/>\nLondon war zu diesem Zeitpunkt die kommerzielle und verwaltungsm\u00e4\u00dfige Hauptstadt eines weltweiten Kolonialreichs. Die Sprache, das Englische, teilte man mit einer aufkommenden Gro\u00dfmacht, den Vereinigten Staaten von Amerika. M\u00f6glicherweise lag hier, in der angels\u00e4chsischen Welt, eine globale Infrastruktur f\u00fcr den Geist verborgen, doch war es wahrscheinlich eine realere Aufgabe, dem herrschenden Materialismus hier ein Gegengewicht zu bieten.<br \/>\nRudolf Steiner hatte aus diesem letzteren Grunde betont, dass die Anthroposophie einen kr\u00e4ftigen Widerhall auf den britischen Inseln bekommen m\u00fcsse.<sup>15<\/sup> In den Jahren nach seinem Tod war bei manchen Anthroposophen die Frage aufgekommen, ob das deutsche Kulturgebiet den Auftrag einer modernen Spiritualisierung der Kultur noch erf\u00fcllen k\u00f6nne oder ob dieser Auftrag in sein Gegenteil umzuschlagen begann. Hinzu kamen die Schwierigkeiten in der Anthroposophischen Gesellschaft, die Fragen \u00fcber die Position ,Dornachs\u2019 aufriefen und Bedenken \u00fcber die aktuelle Bedeutung oder sogar die Lebensf\u00e4higkeit der zentralen Leitung n\u00e4hrten. All diese Entwicklungen lebten im Bewusstsein von in England aktiven Anthroposophen.<sup>16<\/sup> Nicht wenige stammten vom Festland, und es ist nicht verwunderlich, dass gerade in London die Dringlichkeit der ,kosmopolitischen Mission\u2019 der Anthroposophie empfunden wurde,<sup>17<\/sup> eine Mission, die sich vor einem allgemeinen Publikum manifestierte. Eine der treibenden Kr\u00e4fte in dieser Richtung war der Unternehmer und Manager Daniel Nicol Dunlop (1868-1935), mit dem Stein in den Jahren vor seiner Emigration, als er verschiedene Vortr\u00e4ge in England hielt, Freundschaft geschlossen hatte. Von seinem B\u00fcro in 36-38 Kingsway aus hatte Dunlop Stein im Juni 1932 einen Brief geschickt, in dem er ihn hatte wissen lassen, dass seiner \u00dcberzeugung nach eine ,International Association for the Advancement of Spiritual Science\u2019 notwendig sei.<sup>18<\/sup> Eine interessante Koinzidenz: Der geborene Schotte Dunlop hatte zum Ende des Jahrhunderts drei Jahre in New York gearbeitet; die regelm\u00e4\u00dfig in England aktive Ita Wegman sah nun f\u00fcr Stein eine Rolle in den USA.<sup>19<\/sup> (Er sollte nie dorthin gehen, aber sein Jugendfreund Eugen Kolisko, der ihm in die Emigration nach England folgte, sollte dort sp\u00e4ter mehrere Vortr\u00e4ge halten.)<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img decoding=\"async\" style=\"display: block; margin-left: auto; margin-right: auto;\" src=\"https:\/\/www.vrienden-miekemosmuller.nl\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Kingsway.jpg\" alt=\"Kingsway\" \/><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\">36 Kingsway<\/span><\/p>\n<p>Um eventuellen Missverst\u00e4ndnissen vorzubeugen, sei hier gesagt, dass Ita Wegman die Tendenz in Dunlops Arbeit, vorsorglich gleichsam eine parallele Vereinigung neben ,Dornach\u2019 aufzubauen, f\u00fcr einen Irrtum hielt. In einem Brief an Stein (Januar 1935) wies sie darauf hin, dass die Bewegung in England ein ,\u00e4u\u00dferes Gepr\u00e4ge\u2019 zu bekommen drohte, ohne auf die Seelenqualit\u00e4ten der verschiedenen Menschen zu achten \u2013 inklusive der karmischen Verh\u00e4ltnisse der Dornacher Vorstandsmitglieder zu Rudolf Steiner.<sup>20<\/sup> Obwohl sie einige Jahre zuvor erwogen hatte, sich in England niederzulassen, und damals davon ausgegangen war, dass die deutsche Aufgabe anderswo weiterleben m\u00fcsse, sollte sie 1935 dennoch noch M\u00f6glichkeiten in Deutschland sehen (,wenn man nur das Richtige tun k\u00f6nnte\u2019) und wollte das Land und seine anthroposophischen Zentren nicht im Stich lassen.<sup>21<\/sup> Sie entschied sich darum, weiter von der Klinik im schweizerischen Arlesheim aus zu arbeiten, und er\u00f6ffnete kurz darauf eine Niederlassung in Ascona.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img decoding=\"async\" style=\"display: block; margin-left: auto; margin-right: auto;\" src=\"https:\/\/www.vrienden-miekemosmuller.nl\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/PortugalStreet.jpg\" alt=\"PortugalStreet\" \/><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\">Portugal Street, eine Seitenstra\u00dfe der Kingsway nahe der Nr. 36. Auf dem Weg zur ,Temple Church\u2019 kamen wir von der Kingsway aus durch diese Stra\u00dfe. Laut Rudolf Steiner gab es ein besonderes Verh\u00e4ltnis zwischen D. N. Dunlop und den Templern. Der portugiesische K\u00f6nig Dionysius hatte zu Beginn des 14. Jh. an der Verfolgung des Ordens nicht teilgenommen und hatte Tempelrittern aus Frankreich Asyl gew\u00e4hrt. 1317 war in Portugal der Orden Christi eingesetzt worden, der den Impuls der Templer h\u00fcten und fortsetzen sollte. Heinrich der Seefahrer (1394-1460), Inspirator und Finanzierer der ersten portugiesischen Entdeckungsreisen, war Gro\u00dfmeister dieses Ordens.<\/span><\/p>\n<p>Knapp ein Jahr nach dem erw\u00e4hnten Brief Dunlops hatte Stein ein Telegramm nach London geschickt und Dunlop gefragt, ob er seine Hilfe gebrauchen k\u00f6nne. Die Antwort konnte kaum taktvoller und ermutigender sein. Sich auf ein fr\u00fcheres Gespr\u00e4ch beziehend, in dem dies offensichtlich zur Sprache gekommen war, schrieb Dunlop, er warte auf eine geeignete Gelegenheit, eine Forschungsanstalt ins Leben zu rufen, die Daten und statistische Informationen bez\u00fcglich einer Welt\u00f6konomie sammeln solle. Das zweifache Ziel dieser Aktivit\u00e4t w\u00fcrde sein: (a) eine internationale Konferenz \u00fcber das Thema und (b) eine Publikation von Schlussfolgerungen, basierend auf den gesammelten Daten und Informationen. ,I hope it will be possible for you to come to London at an early date, so that your services may be available in the initial stages.\u2019<sup>22<\/sup><\/p>\n<p>Und so befand sich Stein im Sommer 1933 in einem B\u00fcro in 21 Bloomsbury Square, in der N\u00e4he des British Museum, einer ,guten Lage\u2019, wie er Freunden in Stuttgart schrieb. Die Forschungsanstalt \u2013 sehr viel Korrespondenz, sehr viele Stunden im Lesesaal des British Museum \u2013 war ein Einmannbetrieb, und Stein listete konkret seine T\u00e4tigkeiten auf. Zusammenfassend schloss er: ,Ich studiere also und f\u00fchle den Puls der Wirtschaft. Und das riesige London und das gro\u00dfe Britische Reich mit seinen Hilfsmitteln gibt jede Antwort. Man braucht nur zu fragen.\u2019<sup>23<\/sup><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img decoding=\"async\" style=\"display: block; margin-left: auto; margin-right: auto;\" src=\"https:\/\/www.vrienden-miekemosmuller.nl\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Bloomsbury.jpg\" alt=\"Bloomsbury\" \/><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\">21 Bloomsbury Square \u2013 ,Gute Lage\u2019 (Stein)<\/span><\/p>\n<p>Sowohl Dunlop als auch Stein waren aus dem eigenen biografischen Kontext heraus mit Rudolf Steiners Einsichten in die ,Dreigliederung des sozialen Organismus\u2019 vertraut.<br \/>\nStein war zum Ende des Ersten Weltkriegs mit den Versuchen besch\u00e4ftigt, der Dreigliederung in Europa (Alternative zum Programm Woodrow Wilsons) und Deutschland (Revolutionen, Unruhen w\u00e4hrend der Gr\u00fcndung der Weimarer Republik) Wege zu bahnen. Dunlop war Initiator und Vorstandsmitglied der ,World Power Conference\u2019 (WPC), einer privaten und unabh\u00e4ngigen Organisation, die seit der Stiftung 1924 (rund 2.000 Teilnehmer bei der ersten Zusammenkunft, auch Eingeladene aus Deutschland und der Sowjetunion, Er\u00f6ffnungsansprache durch den <em>Prince of Wales<\/em>) die Energiequellen auf Erden inventarisieren wollte, um sie auf eine Weise zu gebrauchen, dass sie der ganzen Menschheit zugute k\u00e4men. Dunlop sah letztlich eine breite Struktur vor sich, in der auch Fachleute aus Landwirtschaft und Industrie in Kontakt zueinander kommen und Produzenten, H\u00e4ndler und Konsumenten ihre Gesichtspunkte miteinander teilen konnten. Das B\u00fcro in der Bloomsbury Square unterstand dem WPC und war Teil dieser Ausbreitungspl\u00e4ne. Als Dunlop und Stein die weltweite Arbeitsteilung in Augenschein nahmen, die Notwendigkeit einer Welt\u00f6konomie besprachen und darin einen britisch-amerikanischen Auftrag erkennen wollten, stand ihnen eine \u00d6konomie vor Augen, in der die <em>Br\u00fcderlichkeit<\/em> realisiert wurde.<sup>24<\/sup> (Man beachte, dass Almeida bei dem F\u00fcrsten in Kochi bereits \u00fcber die F\u00f6rderung des Handels als einer Aktivit\u00e4t sprach, die aus menschlichen Bed\u00fcrfnissen hervorging und von einem <em>Freundschaftsband<\/em> durch Austausch und <em>Verbindung<\/em> abh\u00e4ngig war).<\/p>\n<p>Man kann sich fragen, ob eine organisatorische Reform der \u00d6konomie ohne entsprechende innere Entwicklung der Akteure nicht auch ein ,\u00e4u\u00dferlicher\u2019 Ansatz war. Walter Johannes Stein war mit der mittelalterlichen Parzival Erz\u00e4hlung vertraut und hatte f\u00fcnf Jahre vor seinem Umzug nach England sein Gralsbuch <em>Weltgeschichte im Lichte des Heiligen Gral. Das neunte Jahrhundert<\/em> publiziert. Es besteht kein Zweifel, dass er die Vortr\u00e4ge kannte, die Rudolf Steiner 1913 in Den Haag gehalten und in denen er \u00fcber Parzival und Amfortas gesprochen hatte. Was in diesen Vortr\u00e4gen deutlich wurde, war, dass <em>die Selbstlosigkeit die \u00e4u\u00dferste Konsequenz der Selbstsucht ist.<\/em> Die Aufgabe besteht darin, das Selbst so auszubreiten, dass in dieser Ausbreitung alle Angelegenheiten der Erde und der Menschen zur eigenen Angelegenheit werden, als zum eigenen Selbst geh\u00f6rend erlebt werden. In den synoptischen Worten von Mieke Mosmuller: ,Die Selbstsucht existiert, weil es eine Sucht nach dem Selbst gibt. Man darf diese Selbstsucht also nicht aufgeben, bevor diese Sucht befriedigt ist. <em>Man kann erst selbstlos sein, wenn die Sucht nach dem Selbst ganz befriedigt ist.<\/em> Das bedeutet, dass man nicht damit beginnt, sich zur\u00fcckzuziehen. Man zieht das Selbst nicht zur\u00fcck, sondern man breitet es aus. Das Eigeninteresse, das man hat, wird \u00fcber die eigenen Grenzen hinaus ausgedehnt. <em>Immer weiter dehnt sich dieses Eigeninteresse aus, und das ist dann die Selbstlosigkeit.<\/em>\u2019<sup>25<br \/>\n<\/sup>Hier, in dieser individuell zu beginnenden moralischen und spirituellen Entwicklung, die zugleich ein <em>Erkenntnisweg<\/em> ist, scheint mir der Schl\u00fcssel zur \u00f6konomischen und \u00f6kologischen Umgestaltung zu liegen, und zugleich auch zu Freundschaft und Verst\u00e4ndnis zwischen Ost und West.<\/p>\n<p><strong>5<\/strong><br \/>\nZu einer internationalen Konferenz \u00fcber eine Welt\u00f6konomie kam es aufgrund von Dunlops Tod 1935 nicht. Wie stand es mit den geplanten Publikationen? Eine Frucht von Steins Wirksamkeit war die Zeitschrift World survey, die im Fr\u00fchling 1935 erstmals erschien, im August aber bereits wieder aufh\u00f6rte zu bestehen. Dunlop war in der Zwischenzeit gestorben (Mai), worauf die Forschungsanstalt geschlossen wurde und Stein auf der Stra\u00dfe stand. Es sagt etwas \u00fcber seine Willenskraft, dass zu Weihnachten schon eine neue Zeitschrift lanciert war, <em>The present age<\/em>. Anders als <em>World survey<\/em> hatte dieses Monatsblatt einen allgemein kulturellen Charakter. Stein gab das Blatt heraus, f\u00fchrte allein die Redaktion und bekannte im Er\u00f6ffnungsartikel ,An appreciation of D.N. Dunlop\u2019, dass Zeitschrift und Titel Dunlops Idee gewesen waren und wie er (Stein) dazu gekommen war, nun einen Er\u00f6ffnungsartikel zu schreiben, der eigentlich von Dunlop h\u00e4tte stammen sollen. ,The last thoughts which he communicated to me before he passed away on Ascension Day were dedicated to this journal, and it became an absolute duty for me to overcome every difficulty in creating it. So this will explain why we start this journal by bringing him into remembrance.\u2019<sup><em>26<\/em><\/sup> <em>The present age<\/em> wurde bis zum Deutschen \u00dcberfall auf Polen 1939 publiziert. Wer den Index dieses ,monthly journal dealing with World Events, History, Geography, Medicine, Education, Natural Science, Art, Religion &amp; World Economy &#8211; from an universal point of view\u2019 studiert, kann der Frage nicht ausweichen, was die Zeitschrift <em>nicht<\/em> behandeln wollte. Au\u00dfer Steins Artikel \u00fcber Dunlop umfasste die erste Nummer Artikel \u00fcber systematische Zoologie, aktuelle Forschung \u00fcber das Sehen, die Geschichte der Rose, die Behandlung von Malaria, die fr\u00fche Kindheit, welt\u00f6konomische Reorganisation und die Bedeutung seismografischer Messungen. Verschiedene Autoren aus verschiedenen L\u00e4ndern hatten Beitr\u00e4ge geschrieben, und so verschieden blieb es bis zum Ende \u2013 alles ,from an universal point of view\u2019.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img decoding=\"async\" style=\"display: block; margin-left: auto; margin-right: auto;\" src=\"https:\/\/www.vrienden-miekemosmuller.nl\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/ThePresentAge.jpg\" alt=\"ThePresentAge\" \/><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\">Band I von ,The present age\u2019, archiviert im Rudolf Steiner House, 35 Park Road<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img decoding=\"async\" style=\"display: block; margin-left: auto; margin-right: auto;\" src=\"https:\/\/www.vrienden-miekemosmuller.nl\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/ErsteSeite.jpg\" alt=\"ErsteSeite\" \/><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\">Erste Seite der ersten Nummer<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img decoding=\"async\" style=\"display: block; margin-left: auto; margin-right: auto;\" src=\"https:\/\/www.vrienden-miekemosmuller.nl\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Ecke.jpg\" alt=\"Ecke\" \/><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\">Ecke im kleinen Saal des Rudolf Steiner House. Auf Ita Wegmans Anregung, wie es hei\u00dft, wurde hier unter der Abdeckung die Urne mit der Asche von D. N. Dunlop bewahrt. Als in den 80er Jahren ein Umbau stattfand, gab es zwei \u00e4ltere Damen, die dies noch wussten und die Mitarbeiter des Hauses darauf aufmerksam machten. (Quelle: Philip Martyn, ehemals Generalsekret\u00e4r der Anthroposophical Society in Great Britain).<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img decoding=\"async\" style=\"display: block; margin-left: auto; margin-right: auto;\" src=\"https:\/\/www.vrienden-miekemosmuller.nl\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/RSHouse.jpg\" alt=\"RSHouse\" \/><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\">Rudolf Steiner House. Seit 1926 der Hauptsitz der Anthroposophical Society. Ganz links die urspr\u00fcnglichen R\u00e4umlichkeiten, die noch von Rudolf Steiner als ,sehr geeignet f\u00fcr Eurythmie\u2019 bezeichnet wurden (Quelle: Philip Martyn). Dunlop hat von diesem Haus aus korrespondiert, unter anderem mit Dornach in der Zeit aufkommender Spannungen. Stein und Dunlop hielten hier regelm\u00e4\u00dfig Vortr\u00e4ge, Stein auch im Rahmen der durch seinen Freund Eugen Kolisko begr\u00fcndeten ,School of Spiritual Science\u2019.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img decoding=\"async\" style=\"display: block; margin-left: auto; margin-right: auto;\" src=\"https:\/\/www.vrienden-miekemosmuller.nl\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Werbung.jpg\" alt=\"Werbung\" \/><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\">Werbung in der Zeitschrift <em>The modern mystic<\/em> (April 1938), ein Blatt, in dem Stein (,bezahlt\u2019) auch schrieb, ebenso wie Eugen und Lili Kolisko, Eleanor Merry und andere bekannte Anthroposophen.<\/span><\/p>\n<p>Eine Ausnahme von der Regel der Verschiedenheit war eine spezielle Themennummer im Juni\/Juli 1937, ziemlich in G\u00e4nze von Stein geschrieben, <em>The Earth as a basis of World Economy<\/em>. Aus dem Vorwort geht hervor, dass es eine Frucht der Studien war, die Stein bis vor zwei Jahren f\u00fcr das B\u00fcro in der Bloomsbury Square durchgef\u00fchrt hatte. Obwohl also keine Konferenz daraus hervorgegangen war, hatte Dunlop bis zuletzt gehofft, ,that the ideas now expressed in this book would be elaborated in the direction he indicated.\u2019<em>27<\/em> Es f\u00fchrt zu weit, Steins Darstellungen hier zusammenzufassen oder auch nur eine knappe \u00dcbersicht der acht Kapitel zu geben.<em>28<\/em> Zwei Gedanken will ich hier nichtsdestotrotz beleuchten. Der eine folgt hier unmittelbar, der andere wird diesen Artikel dann beschlie\u00dfen. In der Einleitung finden wir die Notiz, dass das \u00f6konomische System nicht nur das Resultat menschlicher Aktivit\u00e4t ist, sondern dass es <em>Teil der Erde ist<\/em>. Und die Erde ist ihrerseits nicht nur Lieferantin von Rohstoffen, auch nicht ausschlie\u00dflich die Plattform, auf der menschliche Aktivit\u00e4t stattfindet: ,If we conceive economic life as forming part of the life of the whole earth, the complexion of the matter changes entirely, the inexorability of the economic forces largely disappears and <em>man is thus enabled to build up his own sphere<\/em>.\u2019<sup>29<\/sup><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img decoding=\"async\" style=\"display: block; margin-left: auto; margin-right: auto;\" src=\"https:\/\/www.vrienden-miekemosmuller.nl\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Werbung2.jpg\" alt=\"Werbung2\" \/><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\">Werbung f\u00fcr <em>The present age<\/em> (neue Gestaltung, man beachte die Weltkugel) in <em>The modern mystic<\/em> (Juni 1938)<\/span><\/p>\n<p>Herausgeber und Redaktion hatten ihren Sitz in der 144 Harborough Road. Nach einer \u00dcbersicht in der <em>London Gazette<\/em> vom 5. Mai 1939 wohnten unter dieser Adresse ,Stein, Walter Johannes; Austria; author\u2019 und ,Stein, Clarissa Johanna; child of Walter Johannes Stein\u2019 \u2013 am 20. April (dem f\u00fcnfzigsten Geburtstag Adolf Hitlers) in England eingeb\u00fcrgert.<sup>30<\/sup><\/p>\n<p><strong><img decoding=\"async\" style=\"display: block; margin-left: auto; margin-right: auto;\" src=\"https:\/\/www.vrienden-miekemosmuller.nl\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Gazette.jpg\" alt=\"Gazette\" \/><\/strong><\/p>\n<p>6<br \/>\n\u00dcber Steins Begegnungen mit Winston Churchill zirkulieren im Internet allerlei Geschichten. Die meisten beruhen auf Trevor Ravenscrofts <em>The Spear of Destiny<\/em>, ein Buch von 1972, dessen Problem ist, dass der Inhalt tiefe Wahrheiten enth\u00e4lt, w\u00e4hrend die Form Sensationsliteratur ist und \u00fcberdies noch mehrere Unrichtigkeiten zu finden sind.<sup>31<\/sup> Es ist so, dass Steins Biografie sich von Zeit zu Zeit wie ein Abenteuerroman liest, und er hatte im Laufe der drei\u00dfiger Jahre tats\u00e4chlich Zugang zu Staatsoberh\u00e4uptern und Regierungskreisen gefunden (Mustafa Kemal Atat\u00fcrk, K\u00f6nig Leopold III. von Belgien, das holl\u00e4ndische Prinzenpaar Juliana und Bernhard), um f\u00fcr die Geisteswissenschaft einzutreten oder zumindest bestimmte Forschungsresultate bekannt zu machen. \u00dcber den britischen Admiral Roger Keyes, MP, der mit dem belgischen K\u00f6nigshaus befreundet war, lernte er Churchill kennen, und es steht fest, dass er mit ihm die okkulten Hintergr\u00fcnde des Nationalsozialismus besprochen hat. Wahrscheinlich geschah dies unmittelbar vor Ausbruch des Weltkrieges, als Churchill noch kein Premier war und Gegner von Neville Chamberlains Appeasement-Politik war.<sup>32<\/sup> Es erscheint weiterhin wahrscheinlich \u2013 Biograf Johannes Tautz deutet zwischen den Zeilen die M\u00f6glichkeit an, wagt es aber nicht, es auszusprechen \u2013, dass Stein rund um das Zustandekommen der ,Atlantik-Charta\u2019 (1941) von Churchill und Franklin Roosevelt noch nach Wegen gesucht hat, dem Programm der westlichen Alliierten eine andere Form zu geben, als sie letztlich bekam.<sup>33<\/sup><\/p>\n<p>Inzwischen wohnte Stein in 26 Pembroke Gardens in Kensington, wo er den Verlauf und das Ende des Krieges miterlebte. Der beginnende Kalte Krieg mit seiner politisch-\u00f6konomischen Blockbildung in ,Ost\u2019 und ,West\u2019 und die nukleare Bedrohung machten die Bedeutung von Steins Anstrengungen in der j\u00fcngsten Vergangenheit um so deutlicher. Zugleich hatten die Entwicklungen ihre vorl\u00e4ufige Richtung erhalten und man konnte sich kaum vorstellen, wie Initiativen wie die von Dunlop und Stein in der Nachkriegswelt h\u00e4tten Raum finden k\u00f6nnen. Tautz schreibt: ,Die Zeit f\u00fcr Aktionen im makrosozialen Bereich war nun vor\u00fcber. Es begannen die stillen Jahre der Zur\u00fcckgezogenheit.\u2019<sup>34<\/sup> Stein vertiefte sich weiter in die Medizin und setzte seine im Krieg begonnene Praxis als ,Quack\u2019, wie er es selbst nannte, fort.<sup>35<\/sup> \u2018Aus dem K\u00e4mpfer wurde ein Heiler\u2018 (Tautz).<sup>36<\/sup> Er hielt weiter Vortr\u00e4ge, und Zuh\u00f6rer erkannten darin eine neue Qualit\u00e4t, die eines ,milden Leuchtens\u2019.<sup>37<\/sup> Er blickte, \u00fcber den eigenen Tod hinweg, auf die nahe Zukunft. Menschenseelen mussten f\u00fcr die Geist aufgeschlossen werden, damit sie empf\u00e4nglich f\u00fcr dasjenige wurden, was um das Jahrhundertende geschehen sollte: die Wiederverk\u00f6rperung der Anthroposophen und des Meisters nach kurzer Zeit, worauf die Bewegung mit einer viel spirituelleren Kraft fortgesetzt werden k\u00f6nnte. Es war etwas, wonach Stein sich selbst sehnte und worauf er hinlebte. Aufgrund einer tiefgehenden spirituellen Erfahrung in seinem dreiunddrei\u00dfigsten Lebensjahr erwartete er, dass er um das sechsundsechzigste Jahr sterben w\u00fcrde.<sup>38<\/sup> An einen Freund schrieb er 1957, ein halbes Jahr vor seinem Tod: \u2018So geht alles, wie es vorausverk\u00fcndet wurde. In Wahrheit ist alles in sch\u00f6nster Ordnung. Zur Depression ist kein Grund. Die gro\u00dfen Entscheidungen kommen am Jahrhundertende, und wir werden dabei sein.\u2019<sup>39<\/sup><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img decoding=\"async\" style=\"display: block; margin-left: auto; margin-right: auto;\" src=\"https:\/\/www.vrienden-miekemosmuller.nl\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Pembroke.jpg\" alt=\"Pembroke\" \/><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\">26 Pembroke Gardens<\/span><\/p>\n<p><strong>7<\/strong><br \/>\nWas sollten die ,gro\u00dfen Entscheidungen\u2019 sein, die Stein in dem Brief meinte? Dar\u00fcber w\u00e4re viel zu sagen, aber eines, das Grundlegende, ist die Frage, ob wir es lernen, die Art des Denkens zu durchschauen. Wir begannen diesen Aufsatz mit dem Zusammenhang zwischen den heutigen Auffassungen \u00fcber das Denken und die Rezeption von Charles Darwins Evolutionstheorie. Eine kr\u00e4ftige Vorstellung dieser Evolutionstheorie ruft das Bild einer Arabeske auf. Wir sehen, \u00fcber die Zeit hinweg, einen fortw\u00e4hrenden Strom mit einer endlosen Reihe von Verzweigungen, von denen einige abbrechen und andere sich fortsetzen. Das sich wiederholende Element ist, dass immer wieder eine Ver\u00e4nderung von Eigenschaften auftritt, wobei die Frage ist, welche Summe von Eigenschaften die gr\u00f6\u00dfte Chance hat, weiterzubestehen. Was in diesem Bild der Evolution fehlt, ist eine sich entwickelnde Gestalt, das hei\u00dft, dass in jedem Moment der Entwicklung auf die eine oder andere Weise <em>der Beginn im Ende enthalten ist und das Ende im Beginn<\/em>.<\/p>\n<p>Den Karmavortr\u00e4gen Rudolf Steiners k\u00f6nnen wir entnehmen, dass gerade in der angloamerikanischen Welt wichtige Personen den Arabismus des Mittelalters metamorphosiert in die moderne Zeit hineintrugen. So sprach er am 16. M\u00e4rz 1924 in Dornach \u00fcber das karmische Verh\u00e4ltnis zwischen Charles Darwin und dem muslimischen Berber-General Tariq ibn Zijad (670-720), der 711 von Nordafrika aus auf die Iberische Halbinsel \u00fcbersetzte.<sup>40<\/sup> (Der Name ,Gibraltar\u2019 ist eine Entstellung des arabischen ,Jabal Tariq\u2019 \u2013 ,Tariqs Berg\u2019). Walter Johannes Stein f\u00fchlte sich mit dem Kampf gegen den Arabismus verbunden, und wir k\u00f6nnen seine Umsiedlung nach London auch vor diesem Hintergrund betrachten. Es ist seltsam, zu sehen, dass Tariq die Invasion der Iberischen Halbinsel anf\u00fchrte und dass Francisco d\u2018Almeida 1492 als K\u00e4mpfer beim Fall von Granada dabei war, der letzten Bastion der Mauren in Spanien.<\/p>\n<p>Dies ist um so sonderbarer, als W. J. Stein in <em>The Earth as a basis of world economy<\/em> in einer interessanten Passage \u00fcber die Evolution und das Denken schrieb: ,We see that its crown and justification, Man, who has appeared at last as the highest form of organisation, was, in the more primitive stages of evolution, working as a creative power. [\u2026] That which appears last in the plastic form, is, from the formative point of view, the first. Applied to the human being, this shows that he is representative of the last and highest form in the whole of evolution, but that, as an expression of creative powers, he represents those forces that have been at work since the very beginning. Man is thus a creature, that is to say, a phenomenon in the evolution in the same way as other creatures; but in him the universe becomes conscious of itself, and in the form of perceptive thinking, it is able to understand the creative powers.\u2019<sup>41<\/sup><\/p>\n<p>Ob Stein dieses ,anschauende Denken\u2019 (,perceptive thinking\u2019) selbst auch wiederum denkend angeschaut hat, wei\u00df ich nicht. Aus bestimmten Passagen seiner Dissertation k\u00f6nnte man dies schlie\u00dfen.<sup>42<\/sup> Er h\u00e4tte dann vollbracht, was Steiner ihm ziemlich bald nach Beginn ihrer Zusammenarbeit geraten hatte, n\u00e4mlich ,Fichte durch Aristoteles zu erg\u00e4nzen\u2019.<sup>43<\/sup> Dann h\u00e4tte er auch das Ich als ,universalium ante rem, in re en post rem\u2019 gefunden und damit den Punkt, in dem Realit\u00e4t und Subjektivit\u00e4t sich v\u00f6llig ber\u00fchren.<sup>44<\/sup> Aber vielleicht ist es damals bei dem Begriff geblieben, Begriff, der noch nicht zur Erfahrung wurde. Er ging in den Westen. Vielleicht suchte er das Licht, das dort aufgeht, vielleicht musste er dazu auf eine der ,gro\u00dfen Entscheidungen am Ende des Jahrhunderts\u2019 warten.<sup>45<\/sup><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Anmerkungen:<\/em><\/p>\n<p>Die Abbildungen von Almeida und seiner Flotte stammen von Wikipedia.<\/p>\n<p>Das Portr\u00e4t von W. J. Stein stammt auch von Wikipedia und wurde dort mit Zustimmung von Thomas Meyer und Perseus Verlag wiedergegeben.<\/p>\n<p>Die Abbildungen aus The modern mystic kommen aus gescannten Nummern, die als PDF auf der Webseite der ,International Association for the Preservation of Spiritualist and Occult Periodicals\u2019 archiviert sind: <a title=\"http:\/\/www.iapsop.com\/\" href=\"http:\/\/www.iapsop.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/www.iapsop.com<\/a>.<\/p>\n<p>Die Fotos in London sind von mir gemacht. Ich habe nicht \u00fcberpr\u00fcft, ob die heutigen Hausnummern mit den damaligen \u00fcbereinstimmen. (Von einer ganzen Anzahl noch bestehender Adressen, die mit Rudolf Steiners Besuchen in London zusammenh\u00e4ngen, ist nach Crispian Villeneuves Rudolf Steiner in Britain nur eine Hausnummer ver\u00e4ndert.<br \/>\nIch halte die Wahrscheinlichkeit daher f\u00fcr gro\u00df, dass die fotografierten Adressen die richtigen sind).<\/p>\n<p>Ich danke Sue Peat und Philip Martyn von der ,Anthroposophical Society in Great Britain\u2019 f\u00fcr ihre Antwort auf Fragen in einigen E-Mails. Philip Martyn war so freundlich, mir eine F\u00fchrung durch das Rudolf Steiner House zu geben.<\/p>\n<p>___________________<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm; line-height: 100%;\">2 Siehe: L. Menand, The metaphysical club. A story of ideas in America (New York 2001), R. Richardson, William James. In the maelstrom of American modernism (New York 2006).<\/p>\n<p>3 W. James, Pragmatism: A new name for some old ways of thinking (New York 1995 [Boston 1907]) 73. Kursiv von James.<\/p>\n<p>4 \u2018Autobiographische Skizzen von Walter Johannes Stein\u2019, in: J. Tautz, W.J. Stein, Eine Biographie (Dornach 1989) 261-277, Zitat: 272.<\/p>\n<p>5 R. Steiner, Einleitungen zu Goethes naturwissenschaftlichen Schriften, GA 1, 126.<\/p>\n<p>6 Th. Meyer (Hg.), W.J. Stein \/ R. Steiner. Dokumentation eines wegweisenden Zusammenwirkens (Dornach 1985), 39.<\/p>\n<p>7 Ibid., 53.<\/p>\n<p>8 W.J. Stein, Die moderne naturwissenschaftliche Vorstellungsart und die Weltanschauung Goethes, wie sie Rudolf Steiner vertritt, in: Meyer, W.J. Stein \/ R. Steiner, 167-276.<\/p>\n<p>9 Tautz, W.J. Stein, 99.<\/p>\n<p>10 Steins Vermutung (Juni-August 1924) wurde \u00fcber Ita Wegman (November) durch Steiner best\u00e4tigt. Steiner hatte zu Wegman gesagt: \u2018Es wird schon so sein.\u2019 (Tautz, W.J. Stein, 187.)<\/p>\n<p>11 R. Crowley, Conquerors. How Portugal forged the first global empire (London 2015), 181-182.<\/p>\n<p>12 ,Echo\u2019 ist eigentlich schwach ausgedr\u00fcckt. Ich kannte Steins Artikel schon, als ich auf die Passage in Crowleys Conquerors stie\u00df. Viel eher als ein ,Echo\u2019 war die Empfindung dabei eine, die noch am besten mit einem Paradox umschrieben werden kann: ,diachronische Synchronizit\u00e4t\u2019.<\/p>\n<p>13 W.J. Stein, \u2018Portugal as preparer for the British mission\u2019, The present age, Vol. 1 (1935-1936), Nr. 6 (Mai 1936), 5-14. Online: <a title=\"http:\/\/www.thepresentage.net\/wp-content\/uploads\/thepresentage.netv1i6portugal.pdf\" href=\"http:\/\/www.thepresentage.net\/wp-content\/uploads\/thepresentage.netv1i6portugal.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/www.thepresentage.net\/wp-content\/uploads\/thepresentage.netv1i6portugal.pdf<\/a>. Majuskeln im Englischen (Chivalry, Spirit, Earth, Thoughts) von Stein.<\/p>\n<p>14 Zeitschrift Der Angriff, 30. Juli 1936, zitiert in: V. Ullrich, Adolf Hitler. Die Jahre des Aufstiegs (Frankfurt am Main 2013) 621. Kursiv von mir.<\/p>\n<p>15 F\u00fcr seine eigenen Reisen nach England siehe C. Villeneuve, Rudolf Steiner in Britain. A documentation of his ten visits. 2 volumes (Forest Row 2009 [2004]).<\/p>\n<p>16 Siehe: Th. Meyer, D.N. Dunlop. Ein Zeitund Lebensbild (Basel 1996) und J. E. Zeylmans van Emmichoven, Wer war Ita Wegman. Eine Dokumentation. Band 2. 1925 bis 1943 (Heidelberg 1992).<\/p>\n<p>17 Zeylmans, Wer war Ita Wegman, Bd. 2, 145.<\/p>\n<p>18 Faksimile in: Meyer, D.N. Dunlop, zwischen S. 288\/289.<\/p>\n<p>19 Tautz, W.J. Stein, 165.<\/p>\n<p>20 Brief von Wegman an Stein, 9. Januar 1935, in: Zeylmans, Wer war Ita Wegman, Bd. 2. 205-206.<\/p>\n<p>21 Brief von Wegman an Fried Geuter, 21. Februar 1935, ibid., 206207.<\/p>\n<p>22 Faksimile in: Meyer, D.N. Dunlop, zwischen S. 160\/161.<\/p>\n<p>23 Zitiert in: Tautz, W.J. Stein, 207.<\/p>\n<p>24 Ibid., 225.<\/p>\n<p>25 Unpubliziertes Transkript: Gezondmakend onderwijs met Mieke Mosmuller. Viertes Treffen. ,De betekenis en het oefenen van het beweeglijke voorstellen (ter verwerving van eigen inzicht in de gezonden ziekmakende opvoedingen onderwijsprocessen)\u2019, 8. April 2015. Kursiv von mir. Vergleiche: R. Steiner, Welche Bedeutung hat die okkulte Entwicklung des Menschen f\u00fcr seine H\u00fcllen und sein Selbst? (GA 145), vor allem den siebten bis neunten Vortrag.<\/p>\n<p>26 W.J. Stein, \u2018An appreciation of D.N. Dunlop\u2019, The present age, Vol. 1 (1935-1936), Nr. 1 (Dezember 1935), 5-16. Online: <a title=\"thepresentage.netv1i1dunlop.pdf\" href=\"http:\/\/www.thepresentage.net\/wp-content\/uploads\/thepresentage.netv1i1dunlop.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/www.thepresentage.net\/wp-content\/uploads\/thepresentage.netv1i1dunlop.pdf<\/a><\/p>\n<p>27 W.J. Stein, \u2018The Earth as a basis of World Economy\u2019, The present age, Vol. 2 (1936-1937), Nr. 7 (Juni\/Juli 1937), 5. Online: <a title=\"The-Earth-as-a-basis-for-World-Economy-by-W.-J.-Stein.pdf\" href=\"http:\/\/www.thepresentage.net\/wp-content\/uploads\/The-Earth-as-a-basis-for-World-Economy-by-W.-J.-Stein.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/www.thepresentage.net\/wp-content\/uploads\/The-Earth-as-a-basis-for-World-Economy-by-W.-J.-Stein.pdf<\/a>, ii.<\/p>\n<p>28 Das Werk ist leicht herunterzuladen. Eine kommentierte Zusammenfassung ist zu finden in: Meyer, D.N. Dunlop, 242-246. Vergleiche: Tautz, W.J. Stein, 215-217.<\/p>\n<p>29 <a title=\"The-Earth-as-a-basis-for-World-Economy-by-W.-J.-Stein.pdf\" href=\"http:\/\/www.thepresentage.net\/wp-content\/uploads\/The-Earth-as-a-basis-for-World-Economy-by-W.-J.-Stein.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/www.thepresentage.net\/wp-content\/uploads\/The-Earth-as-a-basis-for-World-Economy-by-W.-J.-Stein.pdf<\/a>, 1. Kursiv von mir.<\/p>\n<p>30 <a title=\"https:\/\/www.thegazette.co.uk\/London\/issue\/34622\/supplement\/2993\/data.pdf\" href=\"https:\/\/www.thegazette.co.uk\/London\/issue\/34622\/supplement\/2993\/data.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.thegazette.co.uk\/London\/issue\/34622\/supplement\/2993\/data.pdf<\/a><\/p>\n<p>31 Eine Ausarbeitung dieser Problematik und ein gutes Beispiel daf\u00fcr, wie man ein Verh\u00e4ltnis zu diesem Buch finden kann, ist ,De lans van het lot\u2019, ein Artikel von Mark Mastenbroek in der nicht mehr existierenden Zeitschrift Jonas. Online: <a title=\"jonas-magazine-amsterdam\" href=\"https:\/\/www.markmarkmast.nl\/index.php\/jonas-magazine-amsterdam\/#toggle-id-23\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.markmarkmast.nl\/index.php\/jonas-magazine-amsterdam\/#toggle-id-23<\/a>. Vergleiche: T. Ravenscroft, De Lans van het lot. De occulte macht achter de Lans, die de zijde van Christus doorstak\u2026 en hoe Hitler de kracht misbruikte om de wereld aan zijn voeten te krijgen (Deventer 1989 [1974], aus dem Englischen durch Bob Snoijink).<\/p>\n<p>32 Tautz, W.J. Stein, 239.<\/p>\n<p>33 Ibid., 241-243.<\/p>\n<p>34 Ibid., 243.<\/p>\n<p>35 Ibid., 227.<\/p>\n<p>36 Ibid., 226.<\/p>\n<p>37 Ibid., 249.<\/p>\n<p>38 Ibid., 254.<\/p>\n<p>39 Zitiert ibid., 251.<\/p>\n<p>40 R. Steiner, Esoterische Betrachtungen karmischer Zusammenh\u00e4nge. Band I (GA 235), zehnter Vortrag.<\/p>\n<p>41 Stein, \u2018The Earth as a basis of World Economy\u2019, online: <a title=\"The-Earth-as-a-basis-for-World-Economy-by-W.-J.-Stein.pdf\" href=\"http:\/\/www.thepresentage.net\/wp-content\/uploads\/The-Earth-as-a-basis-for-World-Economy-by-W.-J.-Stein.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/www.thepresentage.net\/wp-content\/uploads\/The-Earth-as-a-basis-for-World-Economy-by-W.-J.-Stein.pdf<\/a>, 3.<\/p>\n<p>42 Stein, Die naturwissenschaftlichte Vorstellungsart\u2026, hier 192-200.<\/p>\n<p>43 Stein, ,Autobiographische Skizzen\u2018, hier 270.<\/p>\n<p>44 Siehe: R. Steiner, ,Philosophie und Anthroposophie\u2019, in: idem, Philosophie und Anthroposophie. Gesammelte Aufs\u00e4tze 1904-1923 (GA 35), 66-110. Vergleiche: M. Mosmuller, Die anthroposophische Bewegung (Baarle Nassau 2017).<\/p>\n<p>45 M. Mosmuller-Crull, Zoek het Licht dat opgaat in het Westen (Den Haag 1994); zugleich in der deutschen Sprache ver\u00f6ffentlich<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1 Seit dem Erscheinen von On the origin of species (London 1859) hat Charles Darwins Evolutionstheorie unser Selbstbild gepr\u00e4gt \u2013 in erster Linie nat\u00fcrlich wegen des Blickes auf unsere leibliche Abstammung einschlie\u00dflich der Verwandtschaft mit den Primaten, daneben aber auch durch die Inspiration, die Philosophen und Psychologen Darwins Darstellung entnahmen. 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