{"id":3667,"date":"2014-06-25T00:00:00","date_gmt":"2014-06-24T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vrienden-miekemosmuller.nl\/das-menschliche-mysterium-mieke-mosmuller-2011\/"},"modified":"2025-06-22T17:14:00","modified_gmt":"2025-06-22T15:14:00","slug":"das-menschliche-mysterium-mieke-mosmuller-2011","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vrienden-miekemosmuller.nl\/de\/das-menschliche-mysterium-mieke-mosmuller-2011\/","title":{"rendered":"Das Menschliche Mysterium &#8211; Mieke Mosmuller (2011)"},"content":{"rendered":"<p>Warum k\u00f6nnen wir unseren Leib, unseren lebendigen inwendigen Leib nicht so erkennen, wie wir die Dinge um uns herum erkennen? Die medizinische Wissenschaft hat in Anatomie, Physiologie und Molekularbiologie beeindruckend viele Tatsachen ans Licht gebracht. Doch daraus wird kein lebendiger Mensch; es bleiben Teilaspekte, erforscht am toten K\u00f6rper und im Labor. Wir kennen von uns selbst nur die Au\u00dfenseite \u2013 zum Teil, denn wir k\u00f6nnen nicht einmal unmittelbar unser Gesicht sehen \u2013, und haben nur ein vages Gef\u00fchl von dem, was in uns ist. Eigentlich leben wir in den Sinnen, also an der Oberfl\u00e4che, auf die uns umgebende Welt gerichtet.<\/p>\n<p>Was ist dann dieser lebendige Mensch? Was ist Leben? Diese Fragen r\u00fchren an die tiefsten Geheimnisse der Menschheit und ihres Entwicklungsganges. Das Leben, das Lebendige, ist etwas Geheimnisvolles; etwas, vor dem tief in uns eine Angst lebt, eine weniger bewusste, tiefer verborgene Angst als die Angst vor dem Tod. Mieke Mosmuller gibt als Bild f\u00fcr beide \u00c4ngste das Grimmsche M\u00e4rchen \u201eVon jemandem, der auszog, das F\u00fcrchten zu lernen\u201c. Danach gibt sie die Meditationss\u00e4tze, die als R\u00e4tsel den aufeinanderfolgenden Kulturepochen aufgegeben sind, wie von Rudolf Steiner beschrieben. Das R\u00e4tsel unserer Epoche betrifft das Lebendige, das sich in der Materie abdr\u00fcckt, auch etwas, was Schauer und Furcht aufruft. Im Meditationsprozess kann diese Angst vor dem Leben zu einer Ehrfurcht vor dem Lebendigen auswachsen, und diese Ehrfurcht w\u00e4chst in dem Ma\u00dfe, wie die Einsicht zunimmt.<\/p>\n<p>Das Forschen auf diesem Gebiet, unser Suchen nach Erkenntnis, ist nur auf der Basis des zum reinen Denken f\u00fchrenden Weges m\u00f6glich. Dieser Weg wird auf eine kraftvolle, lebendige Weise beschrieben, die sich durch das ganze Buch hindurchzieht. Wir suchen das Lebendige in Mensch und Natur, aber daf\u00fcr ist das nat\u00fcrliche (gew\u00f6hnliche, allt\u00e4gliche) Denken nicht ausreichend. Es gibt auch eine Unternatur, in uns, um uns \u2013 das Gebiet der elektromagnetischen Kr\u00e4fte \u2013, die unser Denken unbemerkt beeinflusst und wodurch wir nicht in die \u00e4therische Welt, sondern in die Bilder der in Verfall geratenen \u00c4therkr\u00e4fte hineingeraten. Das wahrhaft menschliche Gebiet ist dasjenige des \u00dcbernat\u00fcrlichen \u2013 das reine Denken und Wollen.<\/p>\n<p>Aber wie k\u00f6nnen wir nun erkennend den lebendigen Leib betreten? Ita Wegman hat auf der Grundlage dessen, was Rudolf Steiner schilderte, die besondere Einweihung von Brunetto Latini durch die G\u00f6ttin Natura beschrieben. W\u00e4hrend er sich in einem besonderen Zustand befand, erhielt er den Auftrag, in sein eigenes Wesen hineinzugehen: durch die Seelenkr\u00e4fte, das Temperament, die Sinne hindurch; und dann von den Elementen und Planetensph\u00e4ren aus zum Welten-All. Mieke Mosmuller beschreibt nun, wie dieser Weg in der heutigen Zeit gegangen werden kann. Wenn die Seelenkr\u00e4fte zum reinen Denken, Wollen und F\u00fchlen entwickelt worden sind und man sich in dem leibfreien Denken aufrecht erhalten kann, wird es m\u00f6glich, \u00fcber die Sinne die sch\u00f6pferischen Kr\u00e4fte im Leib zu erleben, vom Lautsinn abw\u00e4rts bis zum Tastsinn.<\/p>\n<p>Wir d\u00fcrfen den Leib nicht ohne Weiteres betreten. Wir sind aus ihm vertrieben, es ist das verlorene Paradies.<\/p>\n<p>Am Wochenende des 7. und 8. M\u00e4rz 2014 gab Mieke Mosmuller hierzu noch eine Erg\u00e4nzung. Rudolf Steiner hat in Vortr\u00e4gen in Den Haag (GA 145) Bilder des makrokosmischen Menschen vor dem S\u00fcndenfall gezeichnet. Der Mensch war der Kosmos, das Paradies, doch er verband sich mit Luzifer, wodurch er selbst die Ursache der Vertreibung wurde. Der Baum des Lebens verdorrte, und der Mensch schrumpfte zur heutigen Gestalt zusammen. Die h\u00f6heren hierarchischen Wesen vertrieben den Menschen aus dem Paradies \u2013 durch Tore, die zu den Sinnesorganen wurden. Dies aber macht es m\u00f6glich, dass ein Mensch heute, wenn er sich zu einem Standpunkt \u201ejenseits von Ort und Zeit\u201c hin entwickeln kann, dieses verlorene Paradies durch die Tore der Sinne von neuem zu betreten vermag.<\/p>\n<p>Auf diese Reise nimmt Mieke Mosmuller uns mit. Welten entfalten sich. Sch\u00f6pferkr\u00e4fte k\u00f6nnen miterlebt werden. Vom Lautsinn bis zum Geruchssinn begegnen wir dem Wesen der Sinne, dem Wesenhaften der uns umgebenden Welt, mit der wir verbunden sind. Beim Gleichgewichtssinn, dem \u201eobersten\u201c der Leibessinne, begegnen wir dann von neuem dem Leib, als einer dichten Struktur, die die geistige Welt abschirmt. Dann m\u00fcssen wir die Kr\u00e4fte des Raumes betreten: Vorne-Hinten, Oben-Unten, Links-Rechts. So werden wir zu der M\u00f6glichkeit gef\u00fchrt, die Gestalt des Menschen zu erleben, und dahinter die geistigen Kr\u00e4fte des Tierkreises. Aber auch das Verg\u00e4ngliche dieser Gestalt, den unabwendbaren Tod. Wenn der Geistesforscher der dann auftretenden luziferischen Verf\u00fchrung widerstehen kann, wird ihm das Mysterium Magnum offenbart, die Ur-Dreigliederung der menschlichen Gestalt; die drei sind eins, das Eine ist drei.<\/p>\n<p>Die Beschreibung des Bewegungssinnes und des Lebenssinnes f\u00fchrt uns noch tiefer in den Leib hinein, zu den Organ- und Lebensprozessen. Eine noch weitergehende L\u00e4uterung der Seele ist hier zusammen mit dem leibfreien Denken notwendig. Der Tastsinn \u00f6ffnet dann den Weg nach au\u00dfen \u2013 \u00fcber die Elemente zu den Planetenprozessen, im Durchleben der Wirkung der sieben Metalle. Schlie\u00dflich werden die Kr\u00e4fte der Fixsterne als Diener des gro\u00dfen Sonnengeistes angedeutet, die Kategorien in unserem Denken.<\/p>\n<p>Und so, mitlebend mit dieser Reise durch Mensch und Kosmos, erwacht ein Gef\u00fchl zum Leben: ein Gef\u00fchl der allergr\u00f6\u00dften Ehrfurcht vor diesem erhabenen Mysterium, dem Menschen.<\/p>\n<p>Wie dies alles in ein Buch von 228 Seiten passt, ist ein Wunder. Es deutet an, dass hohe Kr\u00e4fte durch diese Sprache sprechen. Dass Mieke Mosmuller diese Inhalte f\u00fcr Jeden, der sich nach wahrer Erkenntnis des Menschen sehnt, beschrieben hat, darf uns mit der gr\u00f6\u00dften Dankbarkeit erf\u00fcllen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a title=\"Das Menschliche Mysterium\" href=\"https:\/\/occident-media.com\/de\/boeken\/das-menschliche-mysterium\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone\" src=\"https:\/\/www.vrienden-miekemosmuller.nl\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/9783000340352.jpg\" alt=\"9783000340352\" width=\"250\" height=\"450\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Warum k\u00f6nnen wir unseren Leib, unseren lebendigen inwendigen Leib nicht so erkennen, wie wir die Dinge um uns herum erkennen? Die medizinische Wissenschaft hat in Anatomie, Physiologie und Molekularbiologie beeindruckend viele Tatsachen ans Licht gebracht. 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