{"id":3645,"date":"2016-01-13T00:00:00","date_gmt":"2016-01-12T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vrienden-miekemosmuller.nl\/spiritualisierung-des-denkens\/"},"modified":"2025-06-22T16:36:45","modified_gmt":"2025-06-22T14:36:45","slug":"spiritualisierung-des-denkens","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vrienden-miekemosmuller.nl\/de\/spiritualisierung-des-denkens\/","title":{"rendered":"Spiritualisierung des Denkens"},"content":{"rendered":"<p>Es gibt Menschen, die nicht mit ihrem vollen Wesen in unserer Welt aufgehen k\u00f6nnen, die das Gef\u00fchl haben, zu einem Teil in Opposition mit ihr zu geraten. Menschen, die eine Reibung mit dem Alltagsleben empfinden, in denen Fragen entstehen, die weiter reichen als die t\u00e4glichen Bed\u00fcrfnisse des Daseins und ihre Befriedigung. Solche Menschen haben einen \u00dcberschuss an Energie in sich, sie erleben gerade diesen \u00dcberschuss als wesentlich, k\u00f6nnen ihn aber nirgendwo ,ausleben\u2019, denn in unserer Welt wird damit nicht gerechnet. Er passt in kein System, auch nicht in ein religi\u00f6ses System, in keinen einzigen Beruf, nicht in das Familienleben, nicht in die gew\u00f6hnliche Freundschaft, den Sport oder das Vereinsleben. Es ist eine Erfahrung von etwas \u00dcbersch\u00fcssigem, etwas, das einen belastet, wenn es nicht bewusst gemacht wird. Es f\u00fchrt zu Depressionen, Essst\u00f6rungen, Erm\u00fcdung, Gef\u00fchlen von Ungl\u00fcck, Einsamkeit, Angst. Es nimmt die \u00e4u\u00dfere Gestalt eines Mangels an. Es scheint ein Unverm\u00f6gen zu sein, im Leben ordentlich seinen Weg zu finden, man ist nicht ganz angepasst, vielleicht sogar ein Schw\u00e4chling oder ein Schw\u00e4rmer, ein Zweifler oder eine hoch empfindsame Person. Dennoch beruht der scheinbare Mangel auf einem \u00dcberschuss, auf etwas, das sich realisieren will, dies aber nicht kann.<\/p>\n<p>In einigen F\u00e4llen nimmt das Leben diesen \u00dcberschuss und benutzt ihn. Dann geht er auf in einer gl\u00e4nzenden Genialit\u00e4t, einer gro\u00dfartigen Karriere, im Machen des eigenen Gl\u00fccks. Der \u00dcberschuss, die Quelle aller Fragen, wirkt begraben und weckt den Schein von Zufriedenheit. Dann kann ein Schicksalsschlag diesen \u00dcberschuss wieder befreien. Es gibt auch einen Weg, der zur Bewusstwerdung dieses \u00dcberschusses f\u00fchrt. Es ist ein schmerzlicher Weg, aber er f\u00fchrt zum Sinn des Lebens.[1]<br \/>\nAm Ende seiner Wirksamkeit hat Rudolf Steiner f\u00fcr die Priester der Christengemeinschaft noch einmal deutlich in Worte gefasst, wie gro\u00df die Wichtigkeit und die Notwendigkeit eines v\u00f6llig bewussten In-die-Hand-Nehmens des Denkens ist.<\/p>\n<p><em>Wir m\u00fcssen bedenken, da\u00df wir ja leben im Zeitalter der Bewu\u00dftseinsseele, jener Etappe der gesamtmenschlichen Evolution, in der der Mensch die Intellektualit\u00e4t<\/em>[2] <em>sozusagen in die Hand zu nehmen hat, in seine eigene Individualit\u00e4t hereinzugliedern hat. Nat\u00fcrlich ist dieses Zeitalter jetzt sozusagen das erste, das auf den Geist des Menschen noch beschr\u00e4nkte, in welchem die Dinge, die die Aneignung der Intellektualit\u00e4t betreffen, ablaufen innerhalb des menschlichen Sinnens und Denkens. <\/em><\/p>\n<p><em>Es wird ein Zeitalter kommen, in dem auch die tieferen Kr\u00e4fte der menschlichen Seele ergriffen werden von demjenigen, was sich jetzt mehr abspielt innerhalb des Sinnens und Trachtens und Denkens. Gegenw\u00e4rtig ist der Mensch noch in der Lage, sich Vorstellungen dar\u00fcber zu machen, wie er sich der in seine eigene Individualit\u00e4t hereinbrechenden Intellektualit\u00e4t bedienen soll. Aber es wird dieser Zeitraum der Bewu\u00dftseinsseelenentwickelung nicht ablaufen [im Laufe von etwa 1500 Jahren, d.Red.], ohne da\u00df auch die Seelen selbst in ihren tiefsten Emotionen, in ihren Gef\u00fchlen, in ihren Leidenschaften ergriffen werden von der Intellektualit\u00e4t, und dann wird dasjenige eben noch tiefer und gr\u00fcndlicher im Menschen wohnen, was noch im Mittelalter gesucht worden ist in den Sternen, als man von engelischen Intelligenzen in den Sternen redete. Das alles wird ja im Menschen abgeladen. Und wenn dann sp\u00e4ter die Jupiterzeit kommt, so wird auch die menschliche Leiblichkeit ergriffen werden von der Intellektualit\u00e4t. Gerade gegenw\u00e4rtig ist es daher noch m\u00f6glich &#8211; weil die Dinge noch so liegen, dass der Mensch in Gedanken und Worte fassen kann, um was es sich handelt, weil die Seele noch nicht in ihrem innersten Gef\u00fcge von der Intellektualit\u00e4t ergriffen ist -, gerade gegenw\u00e4rtig ist es daher namentlich im Priesterwirken noch m\u00f6glich, dieses Wirken so zu orientieren, da\u00df die Weltenzwecke, die Weltenziele wirklich erreicht werden k\u00f6nnen. Denn sehen Sie, die Sache liegt ja so, da\u00df der Mensch, indem er die Intellektualit\u00e4t an sich heranrei\u00dft aus dem Weltenall \u2013 und das liegt ja schlie\u00dflich in der Weltenweisheit, dass er sie heranrei\u00dft \u2013, da\u00df der Mensch die M\u00f6glichkeit gibt, in unbewachten Momenten, die ja immer da sind, diese Intellektualit\u00e4t ergreifen zu lassen von jener ahrimanischen Macht, die in der christlichen Tradition der Satan genannt wird und der nicht verwechselt werden darf mit dem gew\u00f6hnlichen Teufel, welcher ja nicht die Eigenschaften des Satans hat, sondern eine niedrigere Macht ist. Satan hat den Rang von Urkr\u00e4ften, von Archai, und er ist derjenige, welcher im Verlaufe der Weltevolution diese Intellektualit\u00e4t ergriffen hat, lange bevor sie in der Art, wie es geschildert wurde, an den Menschen herantritt. Er ist gegenw\u00e4rtig sozusagen der umfassendste Besitzer der Intellektualit\u00e4t, und er strebt danach, die menschliche Intellektualit\u00e4t so stark an die seinige zu binden, da\u00df der Mensch auf diesem Wege herausfallen kann aus seiner Evolution. Also das Mysterium von Golgatha unwirksam zu machen, danach strebt diese ahrimanische Macht. <\/em><\/p>\n<p><em>Nun, diese ahrimanische Macht, die in der christlichen Tradition der Satan genannt wird, hat keine Kraft, weiter hinauf zu wirken in den verschiedenen Weltenniveaus, als bis zum Menschen. Man kann sich also nicht denken, da\u00df zum Beispiel die Intelligenz eines Angelos unmittelbar ergriffen werden k\u00f6nnte von dieser satanischen Macht. Nur in gewissen Ausnahmef\u00e4llen kann das geschehen. Und das Wissen um diese M\u00f6glichkeit, da\u00df in der Zukunft Momente eintreten k\u00f6nnten, wo es der satanischen Macht auch m\u00f6glich sein k\u00f6nnte, nicht nur die Menschen an sich zu binden auf dem Umweg durch die Intellektualit\u00e4t, sondern wo die satanische Macht auch Wesen aus dem Gebiete der Angeloi, namentlich der Archangeloi, an sich binden k\u00f6nnte, das geh\u00f6rt gegenw\u00e4rtig noch zu den h\u00f6heren Geheimnissen des Okkultismus, \u00fcber die vorl\u00e4ufig nicht gesprochen werden kann, und die nur unter gewissen Bedingungen enth\u00fcllt werden k\u00f6nnen. [&#8230;] Heute haben wir zun\u00e4chst damit zu rechnen, da\u00df die in der christlichen Tradition Satan genannte Macht die Gabe hat, sich sozusagen an dasjenige anzuh\u00e4ngen, was im Innern des Menschen mit einer solchen Selbst\u00e4ndigkeit auftritt wie die Intellektualit\u00e4t; und dann, wenn gewisserma\u00dfen die im Menschen enthaltene Intellektualit\u00e4t ergriffen wird von der ahrimanischen Macht, dann kann der Mensch aus seiner Evolution herausgerissen werden in eine ganz andere Bahn, indem einfach sein Wesen nachgerissen wird von seinem Intellekt, bei dem Satan in der Lage ist anzukn\u00fcpfen. Das w\u00e4re bei keiner anderen seelischen oder geistigen Kraft, bei keiner anderen leiblichen Kraft im Menschen m\u00f6glich als lediglich bei dem Intellekt, denn der Intellekt sitzt so im Menschen, da\u00df er im Menschen das Allerselbst\u00e4ndigste vorstellt; alles \u00fcbrige h\u00e4ngt an gewissen g\u00f6ttlichen M\u00e4chten. Daher hat Satan es dann, wenn er sich zum Beispiel an das F\u00fchlen, an das Empfinden, an das Begehren und W\u00fcnschen der Menschen heranmachen w\u00fcrde, immer noch zu tun mit den in diesen Seelenf\u00e4higkeiten darinsteckenden \u00fcbermenschlichen Kr\u00e4ften. Die Intellektualit\u00e4t ist das erste, mit dem der Mensch sich ganz losl\u00f6sen kann von den Wesenheiten, die seine pers\u00f6nliche Evolution bewirken, sie ist das erste, wo der Mensch durch seine ganz ureigene freie Kraft ankn\u00fcpfen mu\u00df an diejenigen M\u00e4chte, die von Anfang an bei seiner Entwickelung gestanden haben.<\/em>[3]<\/p>\n<p>In dieser Passage wird deutlich, dass es nicht nur eine Liebhaberei der Pers\u00f6nlichkeit ist, das Denken zu ergr\u00fcnden und so in die Hand zu nehmen, sondern dass es zugleich eine Aktivit\u00e4t ist, die f\u00fcr den Fortgang der Entwicklung der Menschheit, wie sie von den guten g\u00f6ttlichen Menschen beabsichtigt ist, notwendig ist. Es ist also einerseits eine Aktivit\u00e4t, die die eigene Entwicklung f\u00f6rdert, andererseits wirkt sie wie ein Ferment in der ganzen Menschheit.<\/p>\n<p>Nun kann einen ein Gef\u00fchl von Machtlosigkeit beschleichen, wenn man solche Vortr\u00e4ge liest. Der Aufruf ist sehr deutlich, aber seine Ausf\u00fchrung nicht. Man muss das Werk Rudolf Steiners in seiner Ganzheit durcharbeiten, um diese Machtlosigkeit langsam in eine F\u00e4higkeit umzuformen \u2013 oder man muss nach Anweisungen suchen, um zu einer Umsetzung des Verst\u00e4ndnisses in wirkliche Aktivit\u00e4t zu kommen. Sowohl die B\u00fccher als auch die Vortr\u00e4ge Rudolf Steiners geben einem immer wieder R\u00e4tsel auf. In <em>Wahrheit und Wissenschaft <\/em>und <em>Die Philosophie der Freiheit <\/em>wird schon auf das Mysterium des Erkennens des Erkennens hingewiesen, des Denkens \u00fcber das Denken, des Denkens des Denkens. Aber man findet dort keine deutliche Anleitung, wie man innerlich vorgehen muss. Es ist gerade das R\u00e4tsel, das dazu f\u00fchrt, dass man aktiv wird \u2013 man muss einfach. Auch wenn in begrifflicher Sprache beschrieben wird, worum es geht, man bleibt dennoch mit einem Gef\u00fchl von R\u00e4tselhaftigkeit zur\u00fcck, auch wenn man ein solches Buch wie ,Wahrheit und Wissenschaft\u2019 Wort f\u00fcr Wort begriffen hat. Es muss mehr geschehen als ein Begreifen, das ist deutlich. Zwischen den Worten wirkt ein Aufruf, derselbe Aufruf, den Rudolf Steiner am Ende seines Lebens noch immer gab, wie in dem obenstehenden Zitat. Begriff allein ist nicht ausreichend. Dieser Aufruf lebt auch in den <em>Anthroposophischen Leits\u00e4tzen<\/em>. Der erste Leitsatz lautet:<\/p>\n<p><em>,Anthroposophie ist ein Erkenntnisweg, der das Geistige im Menschenwesen zum Geistigen im Weltenall f\u00fchren m\u00f6chte. Sie tritt im Menschen als Herzens- und Gef\u00fchlsbed\u00fcrfnis auf. Sie mu\u00df ihre Rechtfertigung dadurch finden, da\u00df sie diesem Bed\u00fcrfnisse Befriedigung gew\u00e4hren kann. Anerkennen kann Anthroposophie nur derjenige, der in ihr findet, was er aus seinem Gem\u00fcte heraus suchen mu\u00df. Anthroposophen k\u00f6nnen daher nur Menschen sein, die gewisse Fragen \u00fcber das Wesen des Menschen und die Welt so als Lebensnotwendigkeit empfinden, wie man Hunger und Durst empfindet.\u2019 <\/em>[4]<\/p>\n<p>Das ganze Werk von Steiner ist eigentlich ein Aufruf, das Denken zu spiritualisieren. Zugleich erlebt man in diesem Werk, was mit dem Denken geschieht, wenn ein Mensch die Spiritualisierung zustande gebracht hat. Nun k\u00f6nnte man meinen, dass man schon zu einer Spiritualisierung kommt, wenn man seinem Denken spirituelle Inhalte gibt, wenn man also die Geisteswissenschaft Rudolf Steiners studiert. Man hat dann noch immer sein gew\u00f6hnliches allt\u00e4gliches Denken, nur hat es einen spirituellen Inhalt. Man m\u00fcsste eigentlich ein tiefes Gef\u00fchl der Unzufriedenheit haben, wenn man so vorgeht. Denn der Intellekt kann nicht anders, als die spirituellen, die geisteswissenschaftlichen Inhalte zu l\u00e4hmen, zu entzaubern. Das f\u00fchlt man, das erlebt man, das gibt ein schmerzliches, ohnm\u00e4chtiges Gef\u00fchl. Einerseits denkt der Intellekt das Allerh\u00f6chste, andererseits kommt er dem auf keinerlei Weise bei. Man kann versuchen, den Inhalt zu erleben, damit entkommt man dem Intellekt, und der hohe Inhalt wird zu einem Teil der eigenen Pers\u00f6nlichkeit. Dann ist man etwas weitergekommen, aber das Gef\u00fchl, dass einem ein R\u00e4tsel \u00fcber die Schulter schaut, dass das eigene Erkenntnisverm\u00f6gen zu kurz greift, bleibt doch bestehen.<\/p>\n<p>Nicht nur das Denken muss sich \u2013 von Zeit zu Zeit \u2013 an eine spirituelle Erf\u00fcllung gew\u00f6hnen; der Intellekt selbst kann spiritualisiert werden, er kann zu einer spirituellen Intelligenz werden. Rudolf Steiner hat f\u00fcr solche Prozesse die Wesen genannt, die man hierf\u00fcr braucht; mit denen man sich verbindet, wenn man beginnt, nach so etwas zu streben. Das Umwandeln des Intellekts in spirituelle Intelligenz entspricht einem Sich-Verbinden mit Michael. Ohne ihn geht es nicht, und sobald man diesen Weg betritt, ist er bei einem. Aber umgekehrt kann man auch sagen: Wenn man nicht nach einer Spiritualisierung des Intellekts strebt, verbindet man sich (noch) nicht wirklich mit Michael. Man kann den Namen so oft nennen, wie man will, man findet die Realit\u00e4t dieses Wesens erst, wenn man innerlich aktiv wird.<\/p>\n<p>Das Werk Rudolf Steiners ist erf\u00fcllt von ,Zauberformeln\u2019, von S\u00e4tzen, Abs\u00e4tzen, Seiten, Vortr\u00e4gen, Kapiteln, die einen treffen k\u00f6nnen, als Anweisungen, wie man vorgehen muss. Jeder wird selbst seinen Weg darin finden m\u00fcssen, f\u00fcr den einen ist dieser Satz bedeutungsschwer, f\u00fcr den anderen ein anderer Satz, Absatz und so weiter. So ein Satz kann eine ,Epiphanie\u2019 f\u00fcr die Seele bedeuten, die ihn aufnimmt. Eine Erleuchtung, eine Offenbarung, ein bedeutungsvoller Aufruf. So ein Satz kann der folgende sein:<\/p>\n<p><em>Der Umstand, da\u00df das Ich durch Freiheit sich in T\u00e4tigkeit versetzen kann, macht es ihm m\u00f6glich, aus sich heraus durch Selbstbestimmung die Kategorie des Erkennens zu realisieren, w\u00e4hrend in der \u00fcbrigen Welt die Kategorien sich durch objektive Notwendigkeit mit dem ihnen korrespondierenden Gegebenen verkn\u00fcpft erweisen.<\/em>[5]<\/p>\n<p>Dieser Satz steht in <em>Wahrheit und Wissenschaft <\/em>zwischen vielen anderen S\u00e4tzen, die ebenso bedeutungsvoll sind. Aber in diesem Satz kann man den ganzen Aufruf zu einer realen Anthroposophie und die Technik finden. In diesem Satz steht das Geheimnis der Spiritualisierung des Intellekts, der Zusammenhang mit der Freiheit und zugleich der Weg der Realisierung. Man kann alle spirituellen Inhalte der Vergangenheit, der ganzen Welt, in sein Denken aufnehmen. Man hat dann noch keinen Schritt auf dem Weg der Spiritualisierung des Intellekts gemacht. Der Intellekt ist in seinem Wesen nun einmal alles au\u00dfer spirituell. Er hat seine Spiritualit\u00e4t verloren und kann sie nicht mehr zur\u00fcck erobern. Sobald Spiritualit\u00e4t in den Intellekt ,f\u00e4llt\u2019, ist sie entzaubert. Dies gibt uns das R\u00e4tsel auf, gibt uns ein so ohnm\u00e4chtiges Gef\u00fchl. Das Instrument, mit dem man die Spiritualit\u00e4t aufnimmt, ist daf\u00fcr nicht nur nicht geeignet, es ist eine reale Gegenmacht. Und doch kann man sie nicht umgehen, denn nur mit dem Intellekt kann man die Geisteswissenschaft begreifen.<\/p>\n<p>Nun kann man sein Begriffsverm\u00f6gen auch verwenden, um einen solchen Satz wie den oben zitierten zu begreifen. Da steht, dass das Ich sich in Freiheit zur Aktivit\u00e4t bringen kann. Man kann begreifen, was da steht, aber man kann es dar\u00fcber hinaus in sich selbst in eine Praxis bringen. Man kann lernen, zwischen einem Nicht-Denken oder auch einem passiv verlaufenden Gedankenleben einerseits und einem aktiv in Gang gesetzten Denken andererseits zu unterscheiden. In dem aktiven In-Gang-Setzen eines Gedanken, eines Begriffes, findet man fr\u00fcher oder sp\u00e4ter die Energie des Ich und dessen Freiheit. Erst dann hat man schlie\u00dflich den ersten Teil des Satzes verwirklicht? Das Ich kann sich also in Freiheit in Gang setzen, aktiv werden. Diese M\u00f6glichkeit des Ich, in Freiheit aktiv zu werden, macht es f\u00fcr das Ich m\u00f6glich, die Kategorie des Erkennens durch Selbstbestimmung zu realisieren, zu verwirklichen. Diese Worte sind auch sehr gut zu verstehen, aber was hat man von diesem Verst\u00e4ndnis? Auch dieser Teil des Satzes wird erst wertvoll, wenn man dazu kommt, zu tun, was da steht.<\/p>\n<p>Indem man als ,Ich\u2019 aktiv wird \u2013 indem man das Denken in Gang setzt \u2013, wird es m\u00f6glich, die Kategorie des Erkennens zu verwirklichen. Solange man passiv denkt, solange das Denken aus sich selbst heraus verl\u00e4uft, steckt das Ich darin, ist es damit verwachsen. Das bewusste In-Gang-Setzen des Denkens macht das Ich erst <em>frei<\/em>, es wird etwas, was als innerliche Energie erlebt wird und was nicht einfach als ein inhaltsloses Etwas verl\u00e4uft. Es ist Energie, aber es ist zugleich <em>erkennende <\/em>Energie. Und weil es sich aus dem unmittelbaren Denkinhalt befreit hat, kann es diesen Inhalt gleichsam fassen, bevor dieser in die Gedanken ausl\u00e4uft. Das Ich kann die F\u00e4higkeit entwickeln, dem inhaltlichen Denken stets zuvorzukommen und so sich selbst zu bestimmen, zu ,bekennen\u2019. Zugleich aber wei\u00df das Ich, wenn es schauen kann, wie es sich selbst jedes Mal in der Aktivit\u00e4t zu Geburt bringt, hierin auch, was der Erkenntnisprozess ist. Und es wei\u00df es nicht nur, sondern es vollzieht ihn auch.<\/p>\n<p>Ein ganzes Buch habe ich diesem Punkt des Ich gewidmet.[6] Ich habe dieses Geboren-werden-Lassen und zugleich Anschauen des Ich im Denken in diesem Buch wie in einer Laboratoriumsuntersuchung beschrieben \u2013 wobei das eigene Innere dann das Laboratorium ist. Aber dann ist erst ein Teil des Satzes realisiert. Der letzte Teil bringt den Unterschied zwischen der ,Beziehung\u2019 der Begriffskategorien zur \u00fcbrigen Wirklichkeit \u2013 au\u00dferhalb des Erkennens \u2013 einerseits und der Beziehung der Kategorie des Erkennens zum Erkennen andererseits. Die \u00fcbrigen Kategorien sind ,notwendig\u2019 mit den Objekten verbunden, darauf hat das Ich keinen Einfluss. In allem \u00dcbrigen au\u00dfer dem Erkennen ist die Kategorie ohne Weiteres mit dem Objekt verbunden. Im Erkenntnisprozess ist dies nicht der Fall, hier ist es die Freiheit des Ich \u2013 das sich dazu emporarbeiten will oder auch nicht \u2013, durch die diese Kategorie verwirklicht wird. Hier sind Objekt und Kategorie also prinzipiell getrennt und werden erst vereinigt, wenn das Ich dies will. Und in dem Augenblick, in dem das Ich dies in Freiheit zustande bringt, ist es selbst eigentlich erst f\u00fcr das Bewusstsein geboren. In diesem Moment ist die geistige Bewusstseinsseele verwirklicht. Das Ich ist sich nicht mehr nur anhand des Seinsgef\u00fchls des Leibes bewusst. Es kann sich von diesem Augenblick an <em>wollen, es realisiert sich, indem es sich selbst bestimmt, und realisiert zugleich den Erkenntnisprozess, weil dieser das Wesen des Ich ist. <\/em><\/p>\n<p>Auf diese Weise beginnt man also, sich aktiv und bewusst im Erkenntnisprozess zu bewegen und sich darin immer mehr zuhause zu f\u00fchlen. Was hier Energie genannt wird, wird immer mehr als eine reale innerliche Kraft erlebt, ein wollendes Ich, wobei Wille und Ich nicht mehr vorgestellt werden, sondern wirklich <em>da sind<\/em>.<\/p>\n<p>Dass dieser Prozess zuvor nicht als ein philosophischer Gedankengang erlebt wird, sondern als ein Mysterium, ein R\u00e4tsel, hat mit der Tatsache zu tun, dass man eine wirkliche Befruchtung zustande bringt. Man f\u00fcgt dasjenige, was von Natur aus im Intellekt getrennt ist, aktiv zusammen, man bringt die Kategorie des Erkennens zum Erkennen als Objekt hinzu \u2013 und damit realisiert man nicht nur diese Kategorie, sondern auch die Geburt der geistigen Bewusstseinsseele: man vereinigt den Denker bewusst mit dem Gedanken, mit dem Denken.<\/p>\n<p>Das Entfalten der Bewusstseinsseele bewirkt, dass der Mensch sich seiner Existenz bewusst ist. Diese Entfaltung kommt auf eine nat\u00fcrliche Weise zustande und gibt das Ich-Bewusstsein anhand des Leibes. Indem man seinen Leib f\u00fchlt, f\u00fchlt man, dass man da ist. Das bringt auch das Bewusstsein der Zeitlichkeit seiner Existenz mit sich: Es ist eine Sicherheit, dass der Leib sterben wird \u2013 ist dann <em>alles <\/em>gestorben? Diese nat\u00fcrliche Bewusstseinsseele ist die Grundlage f\u00fcr die geistige, die nur durch Freiheit realisiert werden kann. Man braucht dann nicht mehr den Leib, um daran sein Selbstbewusstsein zu haben, man kann es im Denken selbst aufrechterhalten. Es ist wohl deutlich geworden, dass dies nicht nur eine philosophische Bedeutung hat, sondern dass es eine existentielle Bedeutung hat. Man erf\u00e4hrt die M\u00f6glichkeit eines leibfreien Selbstbewusstseins, wodurch man das eigene Selbst als au\u00dferhalb der Grenzen von Geburt und Tod existierend kennenlernt.<\/p>\n<p>Damit ist dann zugleich die Kluft \u00fcberbr\u00fcckt, die das Ich stets zwischen sich selbst und der Welt erlebt. Vorsichtig lernt das Ich, in sich zu erleben, dass die geweckte Energie, die Kraft, die es als wollendes und denkendes Ich <em>ist<\/em>, dieselbe ist wie die sch\u00f6pferische Kraft, die allem \u00dcbrigen au\u00dfer dem Ich seinen <em>Sinn <\/em>gegeben hat und noch gibt. Anf\u00e4nglich ist auch das ein r\u00e4tselhaftes Ahnen, doch langsam wird das Ahnen zu einer Sicherheit. Dies aber kann nicht auf dieselbe Weise ausschlie\u00dflich im Inneren zustande gebracht werden. W\u00fcrde man es bei der innerlichen Arbeit belassen, w\u00fcrde man es immer nur ahnen, dass der sch\u00f6pferische Wille im Ich derselbe ist wie in der ,Welt\u2019 au\u00dferhalb des Ich.<\/p>\n<p>Man hat nun den Willen im Denken verwirklicht. Konkret bedeutet dies, dass man von dem Denken in Inhalt absehen kann und dass man das Denken in den Kr\u00e4ften des Denkprozesses selbst bewegen kann, so wie dieser als Wille ,unterhalb\u2019 des Inhalts diesen hervorbringt. Solange das Seelenleben \u2013 also auch das Denken \u2013 sich nur auf dem Untergrund des Leibes bewusst sein kann, braucht jeder Prozess einen Inhalt, um dieses Bewusstsein aufrechtzuerhalten. Wenn der Wille sich in das Denken bewegt, ist dieser der Untergrund geworden. Man kann dann frei das Denken bewegen, das eine Denk-Willenskraft geworden ist. Es ist noch immer Denken, denn man wei\u00df sehr gut, dass dieses auch im inhaltlichen Denken die suchende Bewegung ist, die einem da jedoch entgeht.<\/p>\n<p>Man ist also ganz Denkwille geworden; das ist ein Bewusstsein des Selbst, das das Verm\u00f6gen zur Einsicht hat. Dieses gibt jedoch tiefe Gef\u00fchle von Einsamkeit. Man lebt in einem zu Kraft gewordenen Ich-Bewusstsein, man wei\u00df v\u00f6llig, dass man da ist, dass man unabh\u00e4ngig von seinem Leib existiert. Aber es fehlt einem anfangs jegliches Wahrnehmungsorgan f\u00fcr etwas anderes als man selbst, es scheint so, als ob nichts anders existieren w\u00fcrde als das eigene Ich, auch wenn es ahnt, dass es zugleich die Welt ist. Es wei\u00df noch nicht, wie es den Sprung \u00fcber den Abgrund zu allem \u00dcbrigen machen kann.<\/p>\n<p>Man kann dieses wollende Ich als Denkkraft mitnehmen, wenn man anderen Menschen begegnet. Vor allem im Alltagsleben und w\u00e4hrend seiner Arbeit kann man so auf eine andere Weise zu <em>sein <\/em>versuchen. Weil man gelernt hat, seinen eigenen Denkinhalt loszulassen, kann man mit seinem webenden Ich-Willen mit dem Anderen mitgehen. Mit dem, was er sagt, aber auch mit seiner Erscheinung, seiner Mimik, seiner Geste. Weil man nicht inhaltlich denkt, urteilt man in keiner Weise. Es steigt \u00fcberhaupt kein Urteil in einem auf, denn die volle Denk-Willens-Energie verl\u00e4uft im Mitleben mit dem Anderen. Man muss nat\u00fcrlich jedes Mal wieder daraus heraustreten, sonst w\u00fcrde man in ein komplettes Schweigen verfallen, man w\u00fcrde nur in dem Anderen aufgehen, und der Andere w\u00fcrde keine Reaktion von einem bekommen. Aber dieser Rhythmus kommt immer mehr von selbst zustande, weil es ein Lebensrhythmus ist, der nicht auf abstrakten Entscheidungen beruht. Nat\u00fcrlich geschieht sehr wohl etwas mit einem \u2013 es geschieht mehr denn je. Denn man verliert keine Energie mehr an das Festhalten seiner Meinungen und Urteile, im Gegenteil, alle Energie wird zu Gewahr werdung, die eine Bedeutung hat. Diese spricht sich nun jedoch immer mehr au\u00dferhalb des eigenen Willens aus \u2013 weil man seinen Ich-Willen dem \u201aWillen des Anderen\u2019 hingegeben hat. Es ist eine moralische Tat, denn man formt seinen Ich-Willen zum ,guten Willen\u2019. Das ist die eine Seite der Br\u00fccke, die man \u00fcber den Abgrund baut. Man erf\u00e4hrt die Verwandtschaft des Ich mit dem ,Du\u2019.<\/p>\n<p>Die andere Seite der Br\u00fccke kommt aus der Wirklichkeit des Geistes. Diese findet man, wenn man seine geisteswissenschaftliche Denkarbeit durch Meditation erweitert. Viele Menschen sehnen sich nach dem Erfahren einer realen geistigen Welt. Die erste Welt, die man bei der Spiritualisierung des Denkens findet, ist die Welt des eigenen Geistes. Aber diese Welt des eigenen Geistes sucht Anschluss an den Geist der Welt. Dieser \u00e4u\u00dfert sich nicht unmittelbar als Inhalt im Intellekt, sondern als Bild gewordene Denkkraft (Imagination). In der Meditation sucht man dann zuerst seinen denkenden Willen, das wollende Denken, und da hinein legt man dann gleichsam ein Bild. Dieses Bild darf keinerlei Verwandtschaft mit der eigenen Biografie haben \u2013 Rudolf Steiner nennt dies ,voll \u00fcberschaubar\u2019. Das Bedeutet, dass in dem Bild keine Elemente stecken, die zu falschen Imaginationen f\u00fchren k\u00f6nnen, die entstehen, wenn unbekannte Erinnerungen aufkommen, die als Imaginationen gedeutet werden. Ein Beispiel einer solchen Meditation ist die Meditation des Rosenkreuzes.<\/p>\n<p>Immer mehr kann man erleben, dass der Ich-Wille zur Schale wird, in die man zuerst noch selbst eine bestimmte geistige Substanz legt: den Meditationsinhalt. Durch die vorbereitende Arbeit der Spiritualisierung des Denkens hat man den n\u00e4chsten Schritt, der zum Beispiel in <em>Die Geheimwissenschaft <\/em>beschrieben wird, schon gesetzt. Man ist an das Erleben des Denkens selbst, das eine solche Meditation aufbaut, schon v\u00f6llig gew\u00f6hnt. Man erlebt beides: den Ich-Willen und die Substanz, die da hineingelegt wird. Der denkende Ich-Wille (Bewusstseinsseele) nimmt das Geistselbst imaginierend auf.<br \/>\nDie geistige Bewusstseinsseele ist noch ganz ein Erleben des eigenen Ich, das sich seiner Grenzen bewusst wird und in dieser Bewusstwerdung anf\u00e4ngt, die Grenzen zu \u00fcberschreiten. Es lebt in der moralischen Seite des Selbst, das Denken wird zum Wahrheitserleben, das F\u00fchlen zum Verm\u00f6gen, die Sch\u00f6nheit als das in Erscheinung tretende Wesen zu sehen, und das Wollen wird zu einem Verm\u00f6gen, moralisch intuitiv zu leben. In dieser Kraft des eigenen Ich, das sich gel\u00e4utert hat, entsteht eine solche Verwandtschaft mit der geistigen Welt, dass diese wahrgenommen werden kann, weil das Ich von ihr durchstr\u00f6mt wird. Die erste Wahrnehmung besteht aus jenem Teil des Selbst, das <em>keine <\/em>Verwandtschaft mit der geistigen Welt hat. Allm\u00e4hlich entwickelt sich die Verwandtschaft, und das Selbst geht mit dem Geist au\u00dferhalb des Selbst \u2013 mit dem h\u00f6heren Selbst, dem Geistselbst \u2013 eine ,Hochzeit\u2019 ein.<\/p>\n<p>Das Zusammengehen beider wird selbst zu einer Imagination. Der Intellekt mag keine Imaginationen, das Geistselbst kann nur in Imaginationen Wissenschaft betreiben. Das Bild, das f\u00fcr uns vielleicht wie ein platt getretener Pfad erscheint, bekommt einen realen Wert.<\/p>\n<p>Die Kraft des wollenden Denkens ist die Schale, die als Gral ihre eigentliche Substanz empf\u00e4ngt.[7]<\/p>\n<p>Aber wir leben nicht in der Zeit der Entwicklung des Geistselbst, unsere Zeit ist die der Entwicklung der Bewusstseinsseele. Wenn man eine Entwicklung voraus nimmt, zieht man damit immer geistige M\u00e4chte an. Zwei davon warten, um zuzugreifen, sie respektieren keinerlei Freiheit. Es sind Luzifer und Ahriman. Sie wollen den Gral und seine Substanz vernichten. Aber wir haben unsere Freiheit, und wenn man diese liebt, will man nur denjenigen geistigen Inhalt in sich aufnehmen, der einen die Freiheit behalten l\u00e4sst. Rudolf Steiner hat dieses Wesen in seinem ,Menschheitsrepr\u00e4sentanten\u2019 dargestellt, jenem eindrucksvollen Bild, das in Dornach steht.<\/p>\n<p>Rudolf Steiner dr\u00fcckt es in seiner Autobiografie in folgenden Worten aus, als er sein Verh\u00e4ltnis zu Hegel beschreibt:<\/p>\n<p><em>In Hegel erblickte ich den gr\u00f6\u00dften Denker der neuen Zeit. Aber er war eben nur Denker. F\u00fcr ihn war die Geistwelt im Denken. Gerade, indem ich restlos bewunderte, wie er allem Denken Gestaltung gab, empfand ich doch, da\u00df er kein Gef\u00fchl f\u00fcr die Geistwelt hatte, die ich schaute, und die erst hinter dem Denken offenbar wird, wenn das Denken sich erkraftet zu einem Erleben, dessen Leib gewisserma\u00dfen Denken ist, und der als Seele in sich den Geist der Welt aufnimmt.<\/em>[8]<\/p>\n<p>War die Spiritualisierung des Denkens ein Verwirklichen des Bandes mit Michael, so ist das Empfangen der Geistsubstanz in dem heiligen Gral ein Verwirklichen der Bitte unseres Ichs um eine Befruchtung mit dem Christus-ICH von Jesus von Nazareth, das zwischen dessen drei\u00dfigstem und dreiunddrei\u00dfigstem Jahr in ihm wohnte.<\/p>\n<p>[1] Aus: M. Mosmuller,<em>Waarom zou ik mediteren<\/em>(Occident 2008)<br \/>\n[2] Unter Intellektualit\u00e4t kann man das Verm\u00f6gen verstehen, durch das Ordnen von Wahrnehmungen \u2013 was durch das Denken geschieht \u2013 Begriffe zu finden und diese miteinander in Verbindung zu bringen, wobei sich der Denker als au\u00dferhalb der Wahrnehmungen erlebt.<br \/>\n[3] R. Steiner,<em>Vortr\u00e4ge und Kurse \u00fcber christlich-religi\u00f6ses Wirken V, Apokalypse und Priesterwirken<\/em>(GA 346, Dornach 1997) S. 256 ff<br \/>\n[4] R. Steiner,<em>Anthroposophische Leits\u00e4tze<\/em>, GA 26<br \/>\n[5] R. Steiner,<em>Wahrheit und <\/em>Wissenschaft, Kapitel 6<br \/>\n[6] M. Mosmuller, <em>Suche das Licht, das im Abendland aufgeht <\/em>(Occident 1994)<br \/>\n[7] M. Mosmuller,<em>Der Heilige Gral<\/em>(Occident 2005)<br \/>\n[8] R. Steiner, <em>Mein Lebensgang<\/em><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" style=\"display: block; margin-left: auto; margin-right: auto;\" src=\"https:\/\/www.vrienden-miekemosmuller.nl\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Mediteren.jpg\" alt=\"Mediteren\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es gibt Menschen, die nicht mit ihrem vollen Wesen in unserer Welt aufgehen k\u00f6nnen, die das Gef\u00fchl haben, zu einem Teil in Opposition mit ihr zu geraten. Menschen, die eine Reibung mit dem Alltagsleben empfinden, in denen Fragen entstehen, die weiter reichen als die t\u00e4glichen Bed\u00fcrfnisse des Daseins und ihre Befriedigung. 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